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34 03/2019 AKTUELL Aktuelle Luftaufnahme von der Baustelle Priel-Areal Das Priel-Areal in Brixen „Gut Ding braucht Weile“ heißt ein altbekanntes Sprichwort. Demnach wird das neu zu gestaltende Priel Arial, in dem die Musikschule, die Bürgerkapelle und der AVS (Alpenverein) ein neues Zuhause finden, ein besonderes architektonisches und funktionelles Schmuckstück. Bereits seit 2011 ist die Gestaltung des Priel-Areals ein Thema für die Brixner Stadtväter. Im Jahr 2013 wurde dann ein Wettbewerb für die Musikschule europaweit ausgeschrieben; Diesen haben die Architekten Carlana, Mezzalira, Pentimalli gewonnen. Zwei Jahre später (2015) wurde der Auftrag für die Generalplanung an Carlana, Mezzalira, Pentimalli, mit den externen Partnern Ingenieurteam Bergmeister und Müller-BBM vergeben. Bis zum Baubeginn sollte es weitere drei Jahre dauern. Zwei getrennte Projekte Aus der Planung heraus entstanden im Endeffekt zwei getrennte Projekte. Eines betrifft die Musikschule, das andere das Probelokal für die Bürgerkapelle zusammen mit dem neuen Sitz des Alpenvereins AVS, als Rohbau übergeben wird und sich der Verein selber um die Fertigstellung kümmert. Nach dem Ausführungsprojekt wurden die Baumeister-Arbeiten an die Bietergemeinschaft Unionbau GmbH, Askeen GmbH, Larcher GmbH und Elektro Plaikner GmbH übergeben. Die Generalplanung führte schlussendlich das Büro Carlana Mezzalira Pentimalli, mit dem Ingenieurteam Bergmeister und 3M-Engineering aus. Grundwasser als technisches Problem Vom Amt für Zivilschutz wurde im gleichen Zeitraum die Eisackuferverbauung samt neuer Brücke realisiert. Die Nähe des Baustellengeländes zum Eisack musste bei der Carlana, Mezzalira, Pentimalli Paul Nöckler (r.) mit Vorarbeiter Martin Ausserhofer auf dem Priel-Areal

PRIEL-AREAL 03/2019 35 … so sollte es nach Fertigstellung einmal aussehen Arbeitsplanung für alle Tiefbauarbeiten berücksichtigt werden. Und so war es auch – das Grundwasser war ein ständiger Begleiter bei der Bautätigkeit. Dazu Christof Ausserhofer von Unionbau GmbH: „Die Bauarbeiten des Fundamentes mussten im Winter (November bis März) abgeschlossen werden. Dies war laut dem hydrologischen Gutachten über das Gebiet ein Zeitraum, in dem der Wasserstand relativ niedrig ist.“ Eine urbane Mission: Die Neugestaltung ist eine komplexe Sache Das Projekt umfasst den Bau einer modernen Musikschule architektonisch angepasst an die bestehende Kletterhalle. Die gesamte Initiative, was das Priel-Areal betrifft, ist nicht nur ein wertvolles architektonisches Projekt, sondern hat auch eine urbane Mission: Es wird sozusagen ein neues Tor im Norden der Stadt, als Zutritt zum historischen Zentrum, geschaffen. Die Neugestaltung ist eine komplexe Angelegenheit, denn die unterschiedlichsten Strukturen müssen ihren Platz finden und funktionell miteinander verbunden werden: der neue Sitz der Musikschule, ein Bouldering-Bereich, der neue Hauptsitz der Musikkapelle und des AVS sowie eine entsprechende Tiefgarage. Innerhalb der Schule wird es neben den Unterrichtsräumen auch einen großen Konzertsaal mit ca. 160 Sitzplätzen für Besucher und 35 für Musiker geben. sich fort bis zur Fertigstellung. Aus diesem Gesichtspunkt erscheinen die fünf Jahre vom Architekturwettbewerb bis zum Baubeginn wieder weniger lang. Schließlich waren nicht nur die genannten Vereine involviert, sondern auch diverse politische Stellen von der Stadtverwaltung bis hin zur Autonomen Provinz Bozen. Ein Projekt mit Gesamtkosten von nahezu 15 Millionen Euro muss natürlich auch finanziert werden. Für Architekten, Planer und Bauwirtschaft allemal ein ganz besonderes Projekt – aber auch für die betroffenen Stellen in Stadtgemeinde und Land. „So kann abschließend festgestellt werden, dass auch die öffentliche Verwaltung (verschiedene Gemeinde- und Provinzbüros wie die Wildbachverbauung, Schulleitung, lokale Polizei) bemüht waren, die Initiative um das Priel-Areal mit Engagement und Leidenschaft voranzutreiben und die Finanzierung noch im Jahr 2018 sicherzustellen. Die Fertigstellung des gesamten Priel-Areals ist für Herbst 2020 vorgesehen. Der ständige Dialog als Schlüssel zum Erfolg Wenn derart unterschiedliche Interessen unter einen Hut bzw. unter ein Dach gebracht werden müssen, ist der ständige Dialog zwischen den verschiedenen Interessengruppen eine Voraussetzung für eine funktionelle Lösung. Das beginnt bei der Planung – der eine oder andere Kompromiss musste gefunden werden und setzt

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