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Radius Top 100 2011

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aktuell 10 08/2011 08/2011 11 Unterschiedlich starke Rückgänge im Jahr 2009, hohe Zuwächse im Jahr 2010. Jahr 2010 konnten die Top 100 ihre Performance im Vergleich zu 2009 deutlich verbessern. Die Gesamtleistung stieg im Schnitt um +10,3 Prozent und die Wertschöpfung um +13,3 Prozent an. Die Personalkosten haben hingegen nur um +6,3 Prozent zugenommen. Auch dies ist verständlich: 2009 hatten viele Unternehmen ihren Personalstand trotz Unterauslastung gehalten. Die erhöhte Geschäftsaktivität konnte zum Teil durch die noch freien Reserven aufgefangen, zum Teil durch Fortschritte in der Arbeitsproduktivität erzielt werden. Was heißt das für die Südtiroler konjunktur? Dass die Top 100 „nur“ Flaggschiffe, Zugpferde bzw. Stimmungsmacher sind und nicht die gesamte Südtiroler Wirtschaft abbilden, steht außer Frage. Es stimmt aber auch, dass sie mit einem Gewicht von immerhin 10 Prozent an der Bildung der Südtiroler Wertschöpfung beitragen. Für den Fachexperten ergeben sich aus vorliegender Analyse vor allem zwei Erkenntnisse. Erstens: Die Krise 2009 war für Südtirol effektiv gesamt- „Nach dem schwierigen Jahr 2009 haben sich Südtirols Top 100 2010 weitgehend erholt.“ wirtschaftlich nicht so gravierend. Die exponiertesten Sektoren haben einen Wertschöpfungsrückgang von nur -4,8 Prozent hinnehmen müssen. Gleichzeitig gab es aber auch Sektoren, welche sich stabil entwickelt bzw. Zuwächse verbucht haben. Insofern f indet die These der „Stagnation mit leicht negativem Vorzeichen“ für die Südtiroler Michl Ebner, Handels- Wirtschaft im Jahr 2009 Bestätigung. kammerpräsident Zweitens: Der Aufschwung 2010 fällt für die Südtiroler Wirtschaft wohl stärker aus als erwartet. Der Wertschöpfungszuwachs der Top 100 im Jahr 2010 von +13,6 Prozent zu 2009 entspricht, angesichts des Gewichts dieser Firmen an der Gesamtwirtschaft, über dem Daumen gepeilt alleine schon einem Wertschöpfungsbeitrag von +1,3 Prozent für die Südtiroler Wirtschaft. Meinungsverschiedenheiten und Streitfälle unter Vertragspartnern bzw. zwischen unternehmen müssen nicht immer vor Gericht ausgetragen werden. Durch die alternative Streitbeilegung von Wirtschaftskonflikten, kurz aDr (alternative Dispute resolution), werden konflikte schneller und kostengünstiger gelöst. Das Schiedsgericht und die Mediationsstelle der Handelskammer Bozen sind wichtige Ansprechpartner für Unternehmen, die Streitigkeiten rasch und unkompliziert aus der Welt schaffen wollen. Zu den sogenannten ADR-Verfahren, die in der Handelskammer Bozen angeboten werden, zählen das Schiedsverfahren, die Mediation, das Vertragsgutachten und das Schiedsgutachten. Zeit und Geld sparen Das Schiedsgericht bzw. die Mediationsstelle übernehmen, neben der kostenlosen Beratung für die Wahl des geeigneten Verfahrens, auch die Betreuung des gesamten Ablaufs. Daraus ergeben sich eine Reihe von Vorteilen für die Konf liktparteien: Absolute Diskretion, hochqualif izierte Schiedsrichter und Mediatoren sowie kurze Verfahrenszeiten zählen zu den Stärken dieser beiden wichtigen Anlaufstellen. Zudem fallen die Kosten bei den modernen Konf liktlösungsverfahren, im Vergleich zu den gewohnten Gerichtsverhandlungen, deutlich geringer aus. Durch alternative Konf liktlösung können außerdem die Geschäftsbeziehungen beibehalten werden, die vor dem Disput zwischen den Partnern herrschten. „Die Handelskammer verfügt über ein ausgeprägtes Know-how und lang jährige Erfahrung im Bereich der alternativen Streitbeilegung und möchte die Südtiroler Unternehmen noch stärker für aktuell Alternative Streitbeilegung dieses Thema sensibilisieren. Dies ist für die Wirtschaft gerade in Zeiten zunehmenden Wettbewerbsdrucks von besonderem Nutzen“, informiert Ivo Morelato, der Leiter des Schiedsgerichtes und der Mediationsstelle der Handelskammer Bozen. Eckdaten zur Mediation Seit dem 20. März dieses Jahres ist die Mediationspf licht für handels- und zivilrechtliche Streitfälle in Kraft. Darunter fallen unter anderem dingliche Rechte, Erbstreitigkeiten, Miete und Pacht sowie Bank- und Versicherungsverträge. Mit den Mediationsverfahren sollen Streitigkeiten beigelegt werden, bevor sie überhaupt vor Gericht gebracht werden können. Im September 2011 hat der Gesetzgeber eine weitere Neuheit eingeführt: Wer unbegründet einem obligatorischen Mediationsverfahren fernbleibt, wird vom Richter zu einer Geldstrafe verurteilt. Im Zeitraum von März bis September 2011 fanden in der Handelskammer 172 Verfahren im Bereich der Pf lichtmediation statt, 50 hingegen vollzogen sich seit 2005 im Bereich der freiwilligen Mediation. Die Handelskammer verfügt derzeit bereits über 50 Mediatoren. Ziel ist es, in Südtirol einen hohen Qualitätsstandard im Bereich der Mediation zu sichern. Interessierte Unternehmen erhalten auf Anfrage eine erste und kostenlose Orientierungshilfe rund um die verschiedenen Methoden der alternativen Streitbeilegung. iNfo Schiedsgericht & Mediationsstelle der Handelskammer Bozen Südtiroler Straße 60 | 39100 Bozen Tel. 0471 945 629 | Fax 0471 945 623 arbitration@handelskammer.bz.it | www.handelskammer.bz.it

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