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Radius Olympia 01 2018

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32 SPORT A

32 SPORT A 2018 Freestyle – Skicross SIEGMAR KLOTZ Freestyle – Skicross ALTER: 30 Jahre WOHNORT: Pawigl bei Lana MÖGLICHE EINSÄTZE: 21. Februar: Skicross OLYMPIA- TEILNAHMEN: Keine Das große Ausrufezeichen kam am 20. Jänner 2018: Nach einer bis dahin enttäuschenden Saison mit einem 26. Platz in Innichen als bestes Ergebnis platzte bei Sigi Klotz im kanadischen Nakiska der Knopf: Platz 9 bedeuten das viertbeste Weltcup-Ergebnis in der Karriere des Quereinsteigers, der bis im Sommer 2016 noch Mitglied der italienischen Abfahrts-Nationalmannschaft war. Eine Olympia-Medaille dürfte für den besten Kumpel von Dominik Paris aber außer Reichweite liegen. CHANCEN STEFAN THANEI DEBORA PIXNER Freestyle – Skicross Freestyle – Skicross ALTER: 36 Jahre ALTER: 25 Jahre WOHNORT: Burgeis/Meran WOHNORT: Pfelders MÖGLICHE EINSÄTZE: 21. Februar: Skicross MÖGLICHE EINSÄTZE: 23. Februar: Skicross OLYMPIA-TEILNAHMEN: Keine OLYMPIA-TEILNAHMEN: Keine Er ist ein Muster an Beständigkeit: In 8 Weltcuprennen landete Stefan Thanei 7 Mal unter den Top 30 – war aber nie besser als Zwölfter. Das stempelt den 36-Jährigen – nur Roland Fischnaller ist von den Südtiroler Olympioniken älter als Thanei – nicht zu einem möglichen Medaillenkandidaten. Verdient hat sich der ehemalige Skirennläufer die Olympia-Nominierung aber allemal. CHANCEN Für die 25-jährige Passeirerin erfüllt sich mit dem Olympiastart ein sportlicher Lebenstraum: Im Vorjahr wegen eines Kreuzbandrisses die gesamte Saison out, hat sich Pixner mit mehreren Top-10-Platzierungen (u.a. 7. in Innichen) das Ticket nach Südkorea mehr als verdient. Für eine Medaille kommt die Jus-Studentin aber nicht in Frage. CHANCEN

Paralympics – 9. bis 18. März SPORT A 2018 33 Florian Planker: Der Traum von Bronze Als Jugendlicher war Florian Planker ein guter Eishockeyspieler, er bestritt auch Länderspiele in den Jugendauswahlen Italiens. Doch 1994 spielt ihm das Schicksal einen bösen Streich: Planker muss nach einem Motorradunfall das linke Bein amputiert werden. „Nicht mehr Eishockey spielen zu können, war für mich das Schlimmste“, blickt der Grödner aus Wolkenstein zurück. Schon während Plankers Rehabilitation in Bad Häring tritt die Südtiroler Sportgruppe für Körperbehinderte mit Planker in Kontakt. „Präsident Markus Kompatscher hat mich sofort animiert, es als paralympischer Skifahrer zu versuchen“, erzählt Planker, der am Jochgrimm bald die ersten Das ist Para-Eishockey Sledgehockey wird seit 2017 Para- Eishockey genannt. Gespielt wird wie im Eishockey 6 gegen 6, auf gleich großem Spielfeld. Die Drittel dauern bei Para-Eishockey jeweils 15 Minuten. Para-Eishockey ist für Körperbehinderte der unteren Extremitäten. Die Spieler bewegen sich in einem Schlitten mit 2 Kufen fort. Zur Fortbewegung, der Puck-Kontrolle und zum Torabschluss verwenden sie 2 kleine Stöcke. Alle Mannschaften verfügen über 3 Linien. Kurse besucht. 1995 absolviert der Grödner bereits Torstangentraining, ein Jahr später bestreitet er Rennen im Europacup. 1998 der erste Auftritt auf großer Bühne: Planker gibt sein Debüt als Skifahrer bei den Paralympics in Nagano. Seinen größten Erfolg als paralympischer Athlet feiert Planker 2002, als er in Salt Lake City die Bronzemedaille im Super-G erobert. Erst danach entsteht in Bozen die Sledgehockey- Mannschaft. Werner Winkler, der noch heute im Team ist, leistet in diesen Jahren entscheidende Aufbauarbeit. Vor allem im Hinblick auf 2006, als Sledgehockey erstmals in Turin bei den Paralympics zur Austragung kommt. Planker ist einige Jahre als Skifahrer und Sledgehockey-Spieler im Einsatz. „Familie, Beruf, Training und Wettkämpfe unter einen Hut zu bekommen, war nicht immer leicht. Bis zur WM 2009 in Südkorea, als ich noch einen 4. Platz in der Abfahrt erreichte, machte ich bei Ski alpin und Sledgehockey weiter. Danach wurde es bei den Skifahrern zu professionell und ich blieb beim Sledgehockey, das seit 2017 Para-Eishockey genannt wird“, präzisiert Planker. Die Paralympics in Pyeongchang werden Plankers 6. Winterspiele sein. Auch deshalb wollte ihn Luca Pancalli, Präsident des paralympischen Komitees Italiens, als Fahnenträger. „Er hat mich im November 2017 angerufen und ich habe sofort mit Stolz und Freude zugesagt. Man schätzt, dass ich sehr viel für‘s Para-Eishockey mache,“ so Planker, der am 18. Dezember 2017 im römischen Quirinal die Flagge von Staatspräsident Sergio Mattarella überreicht bekam. Seit Monaten trainiert Planker mit den anderen „Azzurri“ für die Paralympics. „Wir peilen die Bronzemedaille an. In unserer Gruppe ist Kanada außer Reichweite. Gegen Norwegen zum Auftakt und gegen Schweden müssen wir gewinnen“, gibt der Grödner die Marschrichtung vor. Auch Südkorea, Norwegen und Tschechien haben Medaillenchancen. INFO Südtirol ist bei den Paralympics in Südkorea mit 5 Athleten vertreten – und alle sind Mitglied des Sledgehockey-Teams. Neben Planker sind das Christoph Depaoli (20/Sterzing), Stephan Kafmann (31/Kaltern), Nils Larch (20/Sterzing) und Werner Winkler (49/Partschins). In Pyeongchang werden 102 Titel in 15 verschiedenen Sportarten vergeben. In den Disziplinen Ski alpin, Ski nordisch und Snowboard konnte sich kein Südtiroler für die Winterspiele der Behindertensportler qualifizieren. Beim Curling ist Italien gar nicht vertreten. Dieses Quintett wird Südtirol bei den 12. Paralympics in Pyeongchang vertreten, von links: Nils Larch, Werner Winkler, Florian Planker, Stephan Kafmann und Christoph Depaoli. Alle 5 sind Mitglieder des Sledgehockey-Teams.

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