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Radius Olympia 01 2018

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16 SPORT A

16 SPORT A 2018 Christof Innerhofer Der Hunger auf Medaillen vergeht nie Es war eine Leistung mit historischem Charakter: Was Christof Innerhofer 2014 in Sotschi gelungen ist – nämlich 2 Medaillen bei ein und denselben Spielen zu gewinnen – das schafften vor ihm mit Isolde Kostner (1994), Johann Passler (1988) und Gustav Thöni (1972) nur 3 weitere Südtiroler. Es ist ein elitärer Kreis, dem der 33-Jährige, der aufgrund seiner Fähigkeit, bei Großanlässen über sich hinaus zu wachsen, auch gerne als „Winnerhofer“ tituliert wird, angehört. Kein Wunder, mit bereits 5 Mal Edelmetall (3 WM- und 2 Olympiamedaillen). Trotz all seiner Erfolge hat der Erfolgshunger bei Christof Innerhofer noch nicht nachgelassen. Zu sehr liebt er seinen Beruf als Skirennläufer, zu groß ist die Leidenschaft, eine perfekte Fahrt bei egal welchen Bedingungen und auf egal welcher Strecke in den Schnee zu zaubern. Und wer glaubt, dass er nach den 2 Ausfällen in den Abfahrten von Wengen und Kitzbühel sowie dem schweren Patzer in Garmisch vor 10 Tagen mit angekratztem Selbstvertrauen in Pyeongchang an den Start gehen wird, der hat sich getäuscht. Christof Innerhofer brennt nur so darauf, in Südkorea sein Können zu zeigen. Das Olympia-Radius-Team hat sich vor den Spielen mit dem Gaiser ausführlich unterhalten. > Radius: 2 Olympia-Medaillen haben Sie schon. Deswegen: Sie müssen niemandem mehr etwas beweisen, aber ein Athlet Ihres Kalibers fährt sicher nicht als Tourist zu Olympia, oder? Christof Innerhofer: Ganz sicher nicht. Ich versuche, mich jeden Tag so gut als möglich auf die Rennen vorzubereiten. Ziel ist, in optimaler Verfassung bei Olympia anzutreten. Ich trainiere seit einigen Wochen unglaublich viel und nutze jede verfügbare Minute aus, um auch Slalom und Riesentorlauf zu trainieren. Die Tage während der Weltcuprennen sind gezählt, wo man neben dem normalen Renn- und Reisestress auch gut trainieren kann. Ich hatte zuletzt mehrere Angebote für Fernsehund andere Auftritte. Die habe ich aber alle hinten angestellt. > Radius: Also wollen Sie nichts dem Zufall überlassen? C. Innerhofer: Niemand kann im Voraus sagen, wie die Rennen ablaufen werden. Mein Ziel ist, mit der bestmöglichen Vorbereitung in Pyeongchang an den Start zu gehen. Es kann CITYCLINIC DAS NEUE CHIRURGISCHE FACHZENTRUM IN BOZEN WIR ÖFFNEN IN KÜRZE UNSERE TORE ERFAHREN – VERLÄSSLICH – HERZLICH Vielfältige chirurgische Kompetenzen unter einem Dach www.cityclinic.it

Christof Innerhofer dann immer etwas nicht hundertprozentig passen am Tag X. Aber ich will mir nicht vorwerfen lassen, nicht alles dafür getan zu haben. > Radius: In Sotschi zählten Sie wegen der extrem anspruchsvollen Piste von vornherein zum engsten Favoritenkreis. Die Piste im Skigebiet Jeongseon Alpine Center erfüllt diese Vorgaben nicht… C. Innerhofer: Ich fahre nicht mit gemischten Gefühlen dorthin, weil die Piste eher leicht ist. Es ist mir egal, ob sie eher leichter oder doch sehr schwierig ist. Ich weiß, dass ich mit meinem aktuellen Material und dem Set up, das ich jetzt gefunden habe, sehr gut zurechtkomme und schnell sein kann. > Radius: Beim Testevent vor 2 Jahren belegten Sie im Super-G Rang 2 hinter Carlo Janka, der bei Olympia trotz eines gerissenen Kreuzbandes mit dabei ist. Ein gutes Omen? C. Innerhofer: Das heißt gar nix. Im Super-G gibt es unzählige Varianten, wie man einen Lauf stecken kann. Das ist schon einmal ein entscheidender Faktor. Für mich sind die Schneeverhältnisse viel entscheidender. Ich kann nur hoffen, dass es eher kalt ist, so wie es vor 2 Jahren bei meinem 2. Platz der Fall war. Wenn warme Temperaturen herrschen wie bei den Testrennen der Damen im Vorjahr, dann habe ich sicher keine Chance. Aber das betrifft dann nicht nur mich. > Radius: Gibt es einen Sportler oder eine Sportlerin, die Sie unbedingt kennen lernen möchten in den nächsten 2 Wochen? C. Innerhofer: Eigentlich nicht. Für mich war toll, Usain Bolt kennengelernt zu haben. Und Valentino Rossi. Bolt ist der Leichtathlet schlechthin für alle Ewigkeit. Und Rossi ist ein großes Vorbild für mich, mit welcher Leidenschaft er seinen Sport ausübt. > Radius: Wie ist Ihre Meinung zum olympischen Gigantismus? Von Europa und ganz besonders den Alpen ist die olympische Bewegung weiter weg als je zuvor … C. Innerhofer: Dazu habe ich eine klare Meinung: Man muss aufhören, Volksbefragungen zu machen. Die Leute in der Politik wurden von uns gewählt. Mit dem Ziel, das Land zu führen. Und das sollen sie auch tun und nicht die Verantwortung wieder auf die Bürger abwälzen, indem man bei jedem heiklen Thema Volksbefragungen abhält. Ansonsten ist es gescheiter, sie bleiben zu Hause und man spart einen Haufen Geld, den sie uns Steuerzahler kosten. Es ist unsinnig, Politker an die Spitze zu wählen, wenn sie dann doch keine Entscheidungen treffen. > Radius: Sind dies die letzten Olympischen Spiele für Christof Innerhofer? C. Innerhofer: Erstmal finde ich es extrem schade, dass Europa außen vor ist. 2022 ist Peking, und 2026 gibt es hoffentlich Olympische Winterspiele in Europa. Ob ich da noch dabei sein werde, steht in den Sternen. Ich bin jetzt 32 Jahre alt und kann mir schon vorstellen, bis 40 zu fahren. Ein Julien Lizeroux oder bis vor kurzem Patrick Thaler zeigen uns, dass man mit Leidenschaft auch noch bis 40 Jahren fahren kann. Und das im Slalom! Ein Abfahrer kann im Vergleich nochmals 3 oder 4 Jahre länger fahren. Ein Hannes Reichelt ist mit 38 Jahren immer noch sehr erfolgreich. Deshalb will ich nicht ausschließen, dass ich 2026 – sollte es die Gesundheit erlauben – noch immer Weltcuprennen fahre. CHRISTOF INNERHOFER Ski alpin ALTER: 33 Jahre WOHNORT: Gais MÖGLICHE EINSÄTZE: 11. Februar: Abfahrt 13. Februar: Kombination 15. Februar: Super-G OLYMPIA- TEILNAHMEN: Vancouver 2010 Sotschi 2014 CHANCEN AKTIVITÄT UNSERE KOMPETENZ Referenzzentrum für Patienten mit orthopädischen und unfallchirurgischen Erkrankungen des Bewegungsapparates Dr. Markus Mayr Dr. Christoph Frontull Dr. Peter Moroder Dr. Thomas Oberhofer Dr. Florian Perwanger Dr. Robert Gruber Ihre Nummer im Notfall rund um die Uhr T. +39 0471 976 433 I-39100 Bozen • Talfergasse 2c | T. +39 0471 976 433 | info@orthoplus.bz.it | www.orthoplus.bz.it

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