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Radius Energie und Umwelt 2018

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20 05/2018 Foto © Wörndle v.l.: Roman Tschimben, kaufmännischer Leiter Wörndle Interservice GmbH, und Lisa Ganthaler, Marketingverantwortliche der Gruppe Auto Brenner „Beeindruckende Beschleunigung“ Wörndle Interservice GmbH mit Sitz in Bozen ist einer jener Betriebe, der an der Aktion eTestDays teilgenommen hat und vier Tage lang einen e-Golf Probe fahren konnte. Über die Erfahrungen mit dem E-Auto berichtet Roman Tschimben, kaufmännischer Leiter von Wörndle. > Radius: Herr Tschimben, Wörndle Interservice hat sich zu den „eTestDays“ angemeldet und einen e-Golf zur Verfügung gestellt bekommen. Zufrieden mit der Aktion? Roman Tschimben: Ja, wir waren neugierig auf diese innovative Technologie und haben unsere Bewerbung abgeschickt. Eigentlich hatten wir keine großen Erwartungen, umso mehr haben wir uns darüber gefreut, letztendlich ein E-Auto Probe fahren zu dürfen. Innovation ist unser Antrieb Auch der Unternehmerverband Südtirol hat – genauso wie die übrigen Wirtschaftsverbände und die Handelskammer Bozen – die Aktion eTestDays unterstützt. Präsident Federico Giudiceandrea ist von den Chancen der Elektromobilität für Südtirols Unternehmen überzeugt. > Radius: Herr Giudiceandrea, der Unternehmerverband Südtirol hat die Aktion eTestDays unterstützt … Federico Giudiceandrea: Die Aktion entspricht unserer Überzeugung, dass es Mut zur Veränderung und innovative Ideen braucht, damit Südtirol ein attraktiver Standort für Unternehmen und Lebensraum für alle bleibt. Die eTestDays tragen dazu bei, dass eines der relevanten gesellschaftspolitischen Themen, nämlich die Mobilität, auf breiter Ebene diskutiert wird. Dazu leisten wir gerne unseren Beitrag. > Radius: Inwiefern lassen sich die Bedürfnisse der Unternehmen mit dem Umweltgedanken vereinen? F. Giudiceandrea: Die Mobilität von Personen und Waren ist für unsere Unternehmen natürlich fundamental. Dabei versuchen wir, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und dem Schutz der Landschaft zu finden und sorgsam mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen, um auch im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Die Elektromobilität bietet diesbezüglich große Chancen, vereint sie doch technologischen Fortschritt und technisches Know-how mit einem nachhaltigen Ansatz. > Radius: Und wie fährt sich so ein E-Auto? R. Tschimben: Das E-Auto hat eine beeindruckende Beschleunigung, an die man sich erst gewöhnen muss. Und auch der Fahrkomfort hat mich überrascht. Ich musste während der vier Tage einige Extrarunden drehen, weil Kollegen und Bekannte neugierig auf das Auto waren und unbedingt mitfahren wollten ... > Radius: Würden Sie aufgrund dieser Erfahrung Elektromobilität als alltagstauglich bezeichnen? R. Tschimben: Im Stadtverkehr ist ein E-Auto sicherlich eine gute Alternative. Längere Fahrten sind durch die Reichweite und fehlende Lademöglichkeiten derzeit noch schwierig zu bewältigen. Wahrscheinlich müssen wir uns erst daran gewöhnen, Fahrten einfach besser zu planen. > Radius: Käme für Ihre Betriebsflotte ein E-Auto infrage? R. Tschimben: Wir führen diese Diskussion bereits seit einiger Zeit. Derzeit zählt unsere Firmenflotte 15 Pkw. Wir werden jetzt prüfen, welches Auto auf welchen Strecken eingesetzt wird und ob eventuell auch ein E-Auto unsere Bedürfnisse decken kann. Ein konkretes Interesse ist auf jeden Fall vorhanden. > Radius: Welche Hausaufgaben muss Südtirol in Sachen Mobilität und Nachhaltigkeit noch machen? F. Giudiceandrea: Wir sind davon überzeugt, dass Südtirol zu einer europäischen „smart region“ werden kann. Südtirol liegt, was nachhaltige Mobilitätslösungen betrifft, im italienischen Vergleich sicherlich ganz weit vorne. Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen und bereits heute für die notwendigen Rahmenbedingungen von morgen sorgen. So braucht es einen weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur und Investitionen in die Forschung und Entwicklung. Der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Federico Giudiceandrea Foto © UVS/Ravanelli

Beim Nachhaltigkeitscheck unter die Lupe genommen: kulturelles Bewusstsein, Ökologie (Standort, Prozess, Produkt), Soziales (Mitarbeiter, Umfeld) und Ökonomie 05/2018 INFO-PR 21 Nachhaltige Unternehmensführung Die Grundlage der sich entwickelnden Wirtschaft basiert auf der Wahrnehmung der ökologischen und sozialen Verantwortung. Der Nachhaltigkeitscheck hat das Ziel, das Bewusstsein für umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften zu stärken. Die SYSTENT GmbH mit Sitz in Algund bietet seit 1991 Beratung für menschen- und umweltgerechte Unternehmensführung. Schwerpunkte bilden die Bereiche Arbeitsschutz, Umweltschutz, Produktsicherheit sowie Bauphysik und Akustik und betriebliche Gesundheitsförderung. Zusätzlich werden zu diesen Themen auch Schulungen angeboten. Eine der Dienstleistungen, welche die SYSTENT GmbH anbietet, ist der Nachhaltigkeitscheck. Dabei werden das technische Potenzial und das Bewusstsein im Umgang mit Themen der Nachhaltigkeit im Unternehmen evaluiert und mögliche Entwicklungsschritte aufgezeigt, denn es sollte unser aller Ziel sein, unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen. Die drei Bereiche Ökologie, Soziales und Ökonomie stehen in einer Vorrangmodell der Nachhaltigkeit: keine Wirtschaft ohne eine Gesellschaft und keine Gesellschaft ohne Ökologie Abhängigkeit zueinander, und nachhaltiges Wirtschaften ist nur dann möglich, wenn alle drei berücksichtigt werden. Aus diesem Grund deckt der Nachhaltigkeitscheck sie alle drei ab, und es werden mit verschiedenen Schlüsselfiguren im Unternehmen Interviews zu folgenden Argumenten geführt: - kulturelles Bewusstsein; - Ökologie: Standort; - Ökologie: Prozess; - Ökologie: Produkt; - Soziales: Mitarbeiter; - Soziales: Umfeld; - Ökonomie. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und gemeinsam Verbesserungsschwerpunkte festgelegt, sodass eine Strategie für eine nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens definiert werden kann. Beispiel in der Praxis Bei der Weiterbildungsveranstaltung „Umweltschutztag 2018“ gibt es unter anderem einen Einblick in den Nachhaltigkeitscheck. Die Teilnehmer/-innen sind bei der praktischen Umsetzung beim Unternehmen Tratter Engineering GmbH in Bozen dabei. Der Umweltschutztag findet am 23. Oktober 2018 von 9 bis 18 Uhr statt. SYSTENT GmbH J.-Weingartner-Straße 47 B | 39022 Algund Tel. 0473 220 552 info@systent.it | www.systent.it

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