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Radius Energie und Umwelt 2018

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10 05/2018 aktuell Eisackwerk St. Anton: Effizient Die komplette Infrastruktur eines Kraftwerkes verschwindet im Berg – das ist Innovation pur! Damit beweist die Eisackwerk GmbH, mit den beiden Investoren Hellmuth Frasnelli und Karl Pichler an der Spitze, ein weiteres Mal ihre Kompetenz in Sachen Energie aus Wasserkraft. Die elektromechanische Ausstattung für das beachtliche Kraftwerkprojekt liefert die Troyer AG aus Sterzing. Das Unternehmen wird die Anlage schlüsselfertig übergeben – und damit einen Rekord in seiner Firmengeschichte aufstellen. Rund 55 Millionen Euro investieren die privaten Projektträger – die Eisackwerk GmbH, um die seit 1951 bestehende Anlage auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und zugleich neue Standards in Sachen Umweltverträglichkeit zu schaffen. So ganz nebenbei wird auch noch die Leistung des Kraftwerkes erhöht, ohne die ausgeleitete Wassermenge zu verändern. Die Fertigung der gesamten elektromechanischen Ausrüstung vertrauen die Projektträger dem renommierten Wasserkraftwerkspezialisten Troyer AG aus Sterzing an, der für das Bauvorhaben die größten Turbinen seiner Firmengeschichte liefern wird. 523 Meter vertikal durch den Berg Nach Fertigstellung ist es die längste vertikale Druckrohrleitung Europas. Dabei wurde zuerst eine Pilotbohrung von oben nach unten durchgeführt und danach auf einen Durchmesser von 3 Metern von unten nach oben aufgebohrt. Technisch aufwendig ist dann die Montage der Stahlrohre in den Schacht. Wie schon beim Bau der vertikalen Druckrohrleitung des Kraftwerks Mühlbach v.l.: Karl Pichler und Hellmuth Frasnelli

05/2018 11 Ausbruch des Ausgleichsbeckens: 13 Meter breit, 12 Meter hoch und 900 Meter lang Durchbruch der Pilotbohrung nach 532 Metern und „unsichtbar“ wird auch hier die Stahl-Druckrohrleitung von oben nach unten in den Schacht eingebracht; etwa 12 bis 13 Meter sind die Rohrstücke lang und werden an den Enden jeweils zusammengeschweißt. Dieser Arbeitsprozess wird so lange fortgesetzt, bis die Leitung die Maschinenkaverne erreicht hat. Ein stabiler Montageturm am oberen Ende des Schachtes muss zum Schluss die gewaltige Last von ca. 800 Tonnen tragen. Italiens größte Wasserkraftwerk-Baustelle Neben Sicherheit und Umweltschutz gibt es natürlich den wirtschaftlichen Aspekt. Der Großteil der Ausbruchs- und Betonarbeiten am Ausgleichsbecken, an der Maschinenkaverne und am Zufahrtstollen sind mittlerweile abgeschlossen. „Wir sind baulich sehr gut vorangekommen und liegen genau im Zeitplan“, freut sich Hellmuth Frasnelli. Begünstigt wird die gesamte Bautätigkeit durch die geologischen Rahmen- Vorbereitung der Fräse für die 3-Meter-Bohrung

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