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Radius Eishockey 2018

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28 SPORT C

28 SPORT C 2018 AlpsHL: HC Pustertal Neue Zeitrechnung nach Totalumbruch Der HC Pustertal hat einen radikalen Generationswechsel vollzogen, der selbst am langjährigen Mannschaftsgerüst nicht spurlos vorbeigezogen ist. 11 Spieler haben den Verein verlassen, 8 neue sind dazugestoßen. In Bruneck wurden in diesem Sommer alle Uhren auf Null gedreht – zum einen notgedrungen, zum anderen aber auch, um dem Team ein neues Gesicht zu geben und eine große Altlast über Bord zu werfen. HC Pustertal Den Eishockeyfans zwischen der Mühlbacher Klause und Winnebach schlägt nichts so sehr aufs Gemüt wie der Begriff „Meistertitel“. Was einst als leiser Traum gehegt wurde, entwickelte sich mit Fortdauer zu einem wahren Fluch und einem Ballast, unter dem die Spieler jedes Jahr aufs Neue einknickten. „Damit ist jetzt erstmal Schluss“, gibt HCP-Sportdirektor Michael „Mitch“ Pohl zu verstehen. „Klar, dieser Verein wird immer den Anspruch haben, vorne mitzuspielen, doch das Gegründet Präsident 1954 Robert Pohlin Stadion Rienzstadion Größter Erfolg 2050 Zuschauer 5 Mal Vize-Italienmeister (zuletzt 2015/16) Thema Meistertitel beschäftigt uns nicht. Wir haben gerade erst begonnen, eine Struktur aufzubauen, um langfristig erfolgreiches Eishockey zu bieten.“ Das Jahr 1 nach Patrick Bona In der von Pohl angesprochenen Struktur war für einige gestandene Spieler kein Platz Simon Berger Oberer Rienzdamm 3 39031 Bruneck -Infografik: M. Lemanski HC PUSTERTAL Tel 346 0101495 Fax 0474 410 811 info@hcpustertal.com www.hcpustertal.com

AlpsHL: HC Pustertal 29 mehr, auch weil der letztjährige Kader der straffen Punkteregel der AlpsHL bei weitem nicht mehr entsprach. Erster Leidtragender war Klublegende Patrick Bona, der nach 720 Spielen und 199 Toren in Schwarz-Gelb mit dem Verein eine Absprache traf und schließlich nach Brixen übersiedelte. Auch der 39-jährige Nate DiCasmirro musste die Koffer packen. Das Brunecker Eigengewächs Elias Thum hat dem Verein auf eigenem Wunsch den Rücken gekehrt. Außerdem stehen der langjährige Nationaltorhüter Thomas Tragust, Benno Obermair und Lukas Tauber sowie Maximilian Lancsar, Eric Pance, Jean-Francois Jacques, Sean Ringrose und Backup Alexander Kinkelin nicht mehr im Aufgebot. Nick Bruneteau, der letzte Saison phasenweise zu überzeugen wusste, zog es nach Cortina. Den vielen Abgängen stehen 8 teils namhafte Neuverpflichtungen gegenüber. Die entstandenen Lücken im Kader sollen Spieler aus der eigenen Talentschmiede füllen, wenngleich dessen Produktion zuletzt längst nicht mehr so ertragreich war wie in früheren Jahren. „Wir müssen unsere Nachwuchsförderung deutlich ankurbeln, das liegt auf der Hand“, weiß Pohl, der gleichzeitig aber auch die jungen Spieler im Kader in die Pflicht nimmt: „Sie müssen sich weiterentwickeln und nach diesem Umbruch auch mehr Verantwortung übernehmen. Einfach nur mitlaufen reicht nicht mehr!“ Um die Jungspunde für diese Aufgabe zu wappnen, legte Trainer Petri Mattila während der Vorbereitung mit ihnen vormittags Sonderschichten ein. Vertrauensvorschuss für Trainer Petri Mattila Doch nicht nur die vielen unerfahrenen Spieler im Kader müssen sich beweisen, sondern auch der finnische Übungsleiter selbst. Mattila hat die Wölfe im November des vergangenen Jahres von seinem glücklosen Vorgänger Mark Holick übernommen, sie Petri Mattila Felix Brunner nach einem verpatzten Saisonstart wachgerüttelt und schließlich noch bis ins Halbfinale geführt. Seinen Job als „Feuerwehrmann“ hat der 48-jährige Skandinavier mit Bravour gemeistert. Nun muss er allerdings zeigen, dass er imstande ist, den neu zusammengewürfelten Kader in eine Einheit zu verwandeln und ihm eine eigene Handschrift zu verpassen. Mattila wird auch in dieser Saison Ivo Machacka als Assistent zur Seite stehen. Außerdem wurde der ehemalige Torhüter René Baur ins Trainerteam aufgenommen. Er arbeitete zuletzt als Fitnesscoach beim HC Davos und soll in Zukunft nicht nur als Athletiktrainer dafür sorgen, dass die Verletzungsanfälligkeit der Spieler reduziert wird, sondern gleichzeitig auch die Schlussmänner betreuen. WE ROCK THE ICE Das Beste zum Schluss www.pircher.it

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