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Radius Eishockey 2018

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14 SPORT C

14 SPORT C 2018 HCB Südtirol: Rückblick Am 20. April dieses Jahres gewann der HCB Südtirol Alperia in Salzburg zum 2. Mal den EBEL-Meistertitel. Vom letzten Platz zum 2. Meistertitel Als „bester HCB aller Zeiten“ startete der HCB Südtirol Alperia am 8. September 2017 in seine 5. Saison der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Der Rekord-Italienmeister wurde dieser Bezeichnung lange Zeit nicht gerecht und glich über Wochen dem „schlechtesten HCB aller Zeiten“. Alexander Egger und Co. zierten im Grunddurchgang für 18 Runden durchgehend und für Pekka Tuokkola 22 Spieltage insgesamt das Tabellenende. Als letzte Mannschaft zogen sie ins Play-off ein und stießen bis ins Finale vor, wo Red Bull Salzburg wie schon vor 4 Jahren den Kürzeren zog. Der HCB legte eine unglaubliche Reise hin. In den Sommermonaten 2017 blieb bei Südtirols Aushängeschild erwartungsgemäß fast kein Stein auf dem anderen. Vom Kader aus der Saison 2016/17 wurden neben der einheimischen Fraktion um Alexander Egger, Daniel Glira, Anton Bernard, Markus Gander, Daniel Frank, Luca Frigo und Michele Marchetti mit den beiden Torhütern Marcel Melichercik und Jake Smith sowie Stürmer Travis Oleksuk nur 3 Ausländer bestätigt. Die restlichen Gastarbeiter verließen gemeinsam mit den beiden Südtirolern Marco Insam und Hannes Oberdörfer den Klub von Sportdirektor Dieter Knoll. Mit Mat Clark, Chris Carlisle, Mike Angelidis, Domenic Monardo, Alex Petan, Chris DeSousa und Mike Halmo wagten 7 Nordamerikaner erstmals den Sprung über den großen Teich. Mit Stefano Marchetti und Viktor Schweitzer stellten sich auch 2 einheimische Spieler erstmals der neuen Herausforderung. Am 7. Juni 2017 sorgte Anton Bernard mit seiner Vertragsverlängerung für die erste Transfermeldung. Danach ging es Schlag auf Schlag. Am 15. Juni wurde mit Pat Curcio der neue Trainer bekannt gegeben, eine Woche später mit Domenic Monardo der erste Ausländer. Am 6. September und damit so früh wie noch nie beendete der EBEL-Meister von 2014 mit der Verpflichtung von Mike Halmo seine Transferaktivitäten. Beim 1. Eistraining Mitte August in Sterzing standen mit Ausnahme des Kanadiers, des US-Amerikaners Chris Carlisle und des verletzten Austin Smith bereits alle Spieler auf dem Eis. Pat Curcio muss Ende November die Koffer packen Der Saisonstart verlief danach allerdings nicht nach Wunsch. Die „Weiß- Roten“ starteten mit 2 Auswärtsniederlagen gegen Innsbruck (3:5) und Linz (1:4), ehe sie am 15. September im Heimspiel gegen Dornbirn den ersten Sieg feierten (4:1). Dieser war jedoch nur ein kleines Strohfeuer. Der HCB, der im letzten Winter mit Marcel Melichercik, Jacob Smith, Matt Climie, Jakub Sedlacek, Robin Quagliato und Pekka Tuokkola 6 Torhüter „verbrauchte“, rutschte bald in den Tabellenkeller. Auf den Befreiungsschlag warteten die Fans und der Bozner Vorstand vergeblich. Dieser zog Ende November die Reißleine und entließ

EBEL: HCB Südtirol Rückblick SPORT C 2018 15 Szene aus dem 7. Finalspiel zwischen Red Bull Salzburg und dem HCB Südtirol Alperia. den erfolglosen Trainer Pat Curcio, unter dem das Team in 23 Spielen nur 7 Siege feierte und 16 Mal das Eis als Verlierer verlassen musste. Die Nachfolge des Italokanadiers trat Kai Suikkanen an. Der 58-jährige Finne präsentierte sich am 29. November mit folgenden Worten: „Ich bin kein Zauberer und kann die Wende alleine nicht herbeiführen. Das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen: Die Spieler, wir Trainer, das Management und die Fans.“ Suikkanen startete wie sein Vorgänger mit 2 Niederlagen. Doch es dauerte nicht lange, bis es bergauf ging und die Mannschaft 5 Siege in Folge feierte. Am 3. Jänner behielt der HCB im Heimspiel gegen den späteren Finalgegner aus Salzburg mit 4:3 die Oberhand, gab die „rote Laterne“ des Tabellenletzten ab und kletterte in der Rangliste mit 3 weiteren Siegen nach oben. Den Grunddurchgang beendeten die Suikkanen-Schützlinge auf dem 9. Platz und starteten mit 2 Bonuspunkten in die Qualifikationsrunde. Die Zwischenrunde beginnt mit 2 Niederlagen Der Auftakt in die Zwischenrunde ging mit 2 Niederlagen völlig daneben. Von den ausstehenden 8 Spielen gewannen die Bozner deren 7 und trotzdem stand die Play-off-Teilnahme bis zum Schluss auf des Messers Schneide. Im letzten Spiel der Qualifikationsrunde benötigten die Südtiroler im Heimspiel gegen Znojmo einen Punkt, um im letzten Moment doch noch auf den Play-off- Zug aufzuspringen. Nach 20 Minuten führten die Tschechen mit 3:0, ehe die Bozner Aufholjagd begann und von Erfolg gekrönt war. Unter Suikkanen feierte der HCB 19 Siege und kassierte 12 Niederlagen. Beim Play-off-Pick durften die 3 bestplatzierten Mannschaften nach der Platzierungsrunde den Viertelfinalgegner wählen, doch Wien, Salzburg und Linz entschieden sich gegen den HCB, der für den Klagenfurter AC übrig blieb. Im Rekordmeister-Duell setzten sich die „Füchse“ mit 4:2-Siegen durch. Im Halbfinale warteten wie vor einem Jahr die Vienna Capitals. Der Titelverteidiger biss sich gegen das Bozner Defensivsystem um Torhüter Tuokkola die Zähne aus und zog in der „Best-of-7“-Serie mit 1:4 den Kürzeren. Im Finale kam es zur Neuauflage von 2014, als der HCB gegen Red Bull Salzburg Geschichte geschrieben hatte. Am 13. April 2014 gewannen die „Weiß- Roten“ als erster Liga-Neuling und als erstes internationales Team die länderübergreifende Meisterschaft. Auch der 2. Titel war historisch: Der HCB konnte am Freitag, 20. April 2018 erstmals in der 15-jährigen Geschichte der EBEL als achtplatzierte Mannschaft nach dem Grunddurchgang den Pokal in die Höhe stemmen. Daniel Glira

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