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Radius Baustoff Holz 2018

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18 07/2018 forststation moos in p. Das besondere Forsthaus in Moos Die Forstliche Aufsichtsstelle Moos in Passeier, so der offizielle Name, kann mit einigen Besonderheiten aufwarten. Von außen ist es ein ganz normales Holzgebäude, und nur die Insider wissen, dass ausschließlich sogenanntes Mondholz zum Bau verwendet wurde. Ende September wurde in Moos in Passeier dieser Holzbau der besonderen Art feierlich eröffnet. Abgesehen vom Mondholz wurden für die verbauten Vollholzelemente weder Leim, noch Nägel noch Schrauben verwendet – eine „einstoffliche Bauweise“. Eigenes Holz aus der Landesdomäne Wie schon beim Bau der Forstschule Latemar hat die Agentur Landesdomäne als Bauherr auch hier auf Holzbauweise gesetzt. Verwendet wurde dafür eigenes Holz von der Landesdomäne, in diesem Fall direkt aus dem Passeiertal. Dazu Direktor Josef Schmiedhofer: „Die Bewirtschaftung der landeseigenen Wälder liegt im primären Interesse unserer Agentur. Die Entscheidung für den Baustoff Holz war also naheliegend.“ Weitere Kriterien waren die kurzen Transportwege sowie die regionale Herkunft des Holzes; damit verbunden auch eine regionale Wertschöpfung. Wichtig war auch die Botschaft, verbunden mit dem Willen, die positiven Eigenschaften des Baustoffs noch mehr in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Ein Großteil der Massivholzelemente ist in Sichtqualität ausgeführt und damit fühl- und riechbar für alle Besucher und Mitarbeiter der neuen Forststation. Bauen mit heimischem Holz ist gleichzeitig aktiver Klimaschutz Auch was Nachhaltigkeit und Klimaschutz betrifft, möchte die Forststation mit gutem Beispiel vorangehen. In Zukunft soll bei öffentlichen Projekten der Holzbau eine wichtige Rolle spielen. Als Partner für diesen Bau konnte die Firma Holzius aus Prad am Stilfser Joch gewonnen werden. Das Holz wurde – nach Trocknung und Einschnitt im Sägewerk Latemar – zu gänzlich leim- und metallfreien Vollholzelementen verarbeitet. Holzbau Lintner aus Klobenstein hat

aktuell 07/2018 19 die Holzbauteile anschließend fachgerecht montiert. Laut Schmiedhofer wollte die Domäne mit dem Massivholz ohne Leim und Nägel noch einen Schritt weitergehen. Die einstoffliche Bauweise garantiert die vollständige Rückführbarkeit in den natürlichen Stoffkreislauf. Zudem speichert das verbaute Massivholz CO 2 aus der Atmosphäre und schützt so das Klima. Allein durch die Vollholzstruktur bleiben der Atmosphäre ca. 280 Tonnen CO 2, erspart. 100% Südtirol lokales Holz, lokale Fertigung, lokale Montage Gerne verarbeiten wir das Holz aus Ihrem eigenen Wald. www.holzius.com

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