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Radius Bauen und Sanieren 2019

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70 01/2019 INFO-PR Foto © Messe Bozen Internationaler KlimaHaus-Kongress: Topreferenten sorgten an allen drei Kongresstagen für ein volles Haus. Klimaschutz? Yes we can! Vor kurzem ist die 14. Klimahouse-Messe erfolgreich zu Ende gegangen. Radius nutzte den Anlass, um mit Ulrich Santa, dem Generaldirektor der KlimaHaus-Agentur, über Trends, Entwicklungen und neue Initiativen zu sprechen. Radius: Die Klimahouse-Messe hat sich italienweit als Leitmesse für nachhaltiges Bauen etabliert. Wie sieht das Resümee der diesjährigen Auflage aus? Ulrich Santa: Die Messe Bozen und wir sind mit der heurigen Klimahouse sehr zufrieden. Das Besucherinteresse ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gestiegen, aber auch die Attraktivität für die Aussteller ist ungebrochen. Auch heuer gab es eine lange Warteliste und ich glaube, wir hatten noch nie ein so reiches Rahmenprogramm: vom Startup-Village über die Beratungen und Exkursionen bis hin zum internationalen KlimaHaus-Kongress, bei dem wir heuer 1.100 Teilnehmer hatten. Unser Anspruch ist es, die Themenführerschaft beizubehalten und weiter auszubauen. Dazu bot auch heuer wieder der dreitägige Kongress Gelegenheit, aktuelle Fragestellungen und zukünftige Entwicklungen mit internationalen Topreferenten zu vertiefen. Den roten Faden bildete diesmal der Dreiklang „Smart Materials – Smart Buildings – Smart Cities“ und deren vielschichtige Rolle in einer nachhaltigen Entwicklung unseres bebauten Lebensraumes. Die Entwicklung bleibt also spannend! Radius: Das erste KlimaHaus wurde vor 17 Jahren zertifiziert, heute ist es zum Standard geworden. Wie hat sich das Geschehen in Südtirol seit damals entwickelt? U. Santa: Zunächst einmal hat sich quer durch die Gesellschaft das Bewusstsein und die Sensibilität dafür geändert, welche Auswirkungen unser Handeln auf die Umwelt hat und welche Hypothek wir zukünftigen Generationen dadurch hinterlassen. Auf der anderen Seite hat Südtirol mit der KlimaLand-Strategie einen, wie ich meine, treffsicheren ordnungspolitischen Rahmen und praxistaugliche Instrumente zu dessen Umsetzung, aber auch eine Reihe flankierender Fördermaßnahmen geschaffen. Beides waren Voraussetzungen dafür, dass das energieeffiziente und nachhaltige Bauen über die Jahre vom Pionier zum Standard wurde. Südtirol war eine der ersten Regionen in Europa, die mit dem „KlimaHaus A“ bereits vor zwei Jahren den für 2021 verpflichtend vorgesehenen europäischen Standard des „Nearly Zero Energy Buildings“ umgesetzt hat. Ganz entscheidend war dabei aber sicherlich auch das gemeinsame Qualitätsstreben der gesamten Baubranche, der Planer, Handwerker und Bauunternehmen, die diese Entwicklung als Chance wahrgenommen und mitgetragen haben.

01/2019 71 Foto © Black Eagle - Arch. R. Perathoner Nachhaltiges Bauen liegt im Trend: bereits jeder siebte Neubau ein KlimaHaus Nature. Radius: Welche Rolle spielt ein energieeffizienter Gebäudebestand in der Erreichung unserer KlimaLand-Ziele? U. Santa: In wenigen anderen Bereichen haben wir bereits heute die technischen Möglichkeiten, unseren Energieverbrauch und damit einen Großteil unserer Emissionen so deutlich und gleichzeitig auch wirtschaftlich zu reduzieren und fossile durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Die Agentur hat knapp 10.000 Neubauten und etwa 7.000 Sanierungen zertifiziert. Im Vergleich zum Bestand gibt sich ein modernes KlimaHaus mit einem Bruchteil der Energie zufrieden, vielleicht 10 bis 15 Prozent, und deckt diesen Bedarf zudem vorwiegend aus erneuerbaren Quellen ab. Wenn man bedenkt, dass unsere Gebäude für mehr als ein Drittel unseres CO 2 - Ausstosses verantwortlich sind, kann man anhand dieser Zahlen den Beitrag abschätzen, den ein KlimaHaus zur Erreichung unserer Klimaschutzziele leistet. Und gerade in Südtirol haben wir in den letzten drei Jahren ja einen regelrechten Bauboom erlebt. Nie zuvor hat die KlimaHaus-Agentur so viele Gebäude zertifiziert, wie im vergangenen Jahr. Radius: Welche Entwicklungen zeichnen sich aktuell im Bereich KlimaHaus ab? U. Santa: Beim Neubau haben wir heute mit dem Klima- Haus A einen energetisch wie auch wirtschaftlich weitge- HÖREN SIE DIESE RUHE? DAS NEUE KOMFORT- LÜFTUNGSGERÄT M-WRG-II Dezentral Lüften mit Wärmerückgewinnung • Eigengeräusch ab L pA,10m 2 = 8,4 dB(A) Schalldämmung D n,e,w bis 70 dB • Wärmebereitstellungsgrad bis zu 94 % • Enthalpie-Wärmeübertrager optional • Einzel- oder Mehrraumlösung • Einbauvarianten: Aufputz, Unterputz, wandintegriert U 2 • Für den Geschosswohnbau, Wohnheime und Büros Jetzt Informationen anfordern: Isodomus GmbH Lahnbach 5 I-39030 Gais I Tel.: +39 0474 505008 info@isodomus.com www.M-WRG-II.de | www.isodomus.com

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