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Radius Bauen und Sanieren 2019

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24 01/2019 DURST PHOTOTECHNIK „Eine Botschaft für Mitarbeiter und Kunden ...“ ... und der Neubau ist auch ein starkes Bekenntnis zum Standort Brixen.“ Ein Gespräch mit Christoph Gamper, dem CEO der Durst-Gruppe. Radius: Für die Firma Durst Phototechnik war das neue Forschungszentrum in Osttirol eine Gelegenheit architektonisch etwas ganz Besonderes zu realisieren. Durst im Einklang mit Innovation und Forschung, das sollte über die Architektur auch nach außen vermittelt werden. Mit dem Neubau in Brixen wird zehn Jahre später auch in Südtirol dieser Weg fortgesetzt. Christoph Gamper: Ja natürlich. Nach der Übernahme durch das neue Management bestehend aus Harald Oberrauch und mir, wurde beschlossen in Brixen zu bauen. Kurz vor unserer Übernahme benötigten wir dringend Produktionsfläche und es wurde am hinteren Bereich funktional, aber sehr gut gelungen erweitert. Für das neue Headquarter wollten wir allerdings etwas Anderes: Dem Anspruch gerecht werden, als modernes, weltweit tägiges Unternehmen den Innovationsgeist auch nach außen tragen. Die Menschen sollen sehen was wir tun. Radius: So wurde der alte aber futuristische Entwurf vom Architekt Parth ausgegraben. Wie weit weicht der damalige Entwurf vom heutigen Bau ab? C. Gamper: Die Dimension ist eine andere, aber grundsätzlich ist der damalige Entwurf beibehalten worden und die Modifikationen durch die Architekten sind sehr gut gelungen. Radius: Was haben denn die Gemeinde Brixen und die Baubehörden zum Plan bzw. zum 35 Meter Turm gesagt? Foto © Axel Griesch Fotografie C. Gamper: Die Resonanz war von Anfang an zu 100 Prozent positiv. Die Gemeinde hat in jeder Hinsicht konstruktiv mitgearbeitet. Radius: Der gesamte Bau war nicht nur von der Architektur her, sondern auch von der Logistik- und vom Baustellen- Management eine besondere Herausforderung. C. Gamper: Das kann man wohl sagen; es war teilweise ein Gewimmel von Bauarbeitern die natürlich alle ihren Job machen mussten. Ein optimal eingespieltes 3er-Team sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Das sind zum einen der Architekt Patrik Pedò, zum anderen das Ingenieurbüro Pohl&Partner als Projektleitung und intern haben wir mit Siegfried Weifner, einen Durst-Mitarbeiter extra für den Bau abgestellt. Radius: Gab es besondere, unvorhergesehene Vorkommnisse? C. Gamper: Nein, während der gesamten Bautätigkeit gab es zum Glück keine besonderen Vorkommnisse, keine Unfälle – alles im grünen Bereich.

01/2019 25 Radius: Was waren die größten Herausforderungen während des Bauens? C. Gamper: Das war zweifellos die Tatsache, dass nebenbei die Produktion und die Büros weiter funktionieren mussten. Ich bin viermal umgezogen bis wir jetzt unsere neuen Räume definitiv beziehen konnten; und so ging es vielen meiner Kollegeninnen und Kollegen. Radius: Die Architektur nach außen ist das Eine und die Arbeitsplatzgestaltung intern das Andere. C. Gamper: Genau! Die Botschaft, die nach außen vermittelt wird, findet innen ihre Fortsetzung. Unsere Arbeitsplätze sind nach den modernsten Erkenntnissen konzipiert, um produktive Arbeitsumgebung zu schaffen in der man(n)/ frau sich auch wohl fühlen kann. Das gleiche gilt für die Außenbereiche, Bar und Restaurationsbereiche, dem „Dachgarten“, auf dem gearbeitet werden kann usw. Radius: Vom Aufwand her das Verhältnis Architektur zur Funktionalität, wie kann man das beziffern? C. Gamper: Im Verhältnis zu einem normalen Funktionsbau sind die Kosten um etwa 15 Prozent höher. Aber Innovation gehört zu Durst und diesen Willen und Gedanken zur Innovation setzten wir mit einer besonderen Architektur auch als Botschaft nach außen um. Das Ganze hat auch eine Personalmarketing-Funktion – wir benötigen für das was wir vorhaben, die besten Leute. Das gelingt auch über den Turm, der weithin sichtbar ist, natürlich verbunden mit attraktiven Arbeitsplätzen. Unser Bau ist auch eine Botschaft an unsere Kunden – weltweit. Früher haben wir bis zu 20 Messen jährlich gemacht, verbunden mit einem enormen finanziellen Aufwand. Die Messen mit Ausnahme einiger großer internationaler Veranstaltungen, verlieren immer mehr an Bedeutung. Wir holen unsere Kunden aus der ganzen Welt nach Brixen. Radius: Das heißt abgesehen von der Qualität eurer Produkte setzt ihr auf die Emotion der Kunden wenn sie zum Firmensitz nach Brixen kommen? Fenster Haustüren Wintergärten

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