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Radius Bauen und Sanieren 2017

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22 INFO-PR

22 INFO-PR 01/2017 Im Hinblick auf die Anhebung des Mindeststandards beim Neubau wurde auch die KlimaHaus- Richtlinie überarbeitet und vereinfacht. Seit 15 Jahren KlimaHaus Dazu ein Interviewmit Ulrich Santa, Direktor der Agentur für EnergieSüdtirol –KlimaHaus. > Radius: Direktor Santa, das erste KlimaHaus wurde vor mittlerweile 15 Jahren zertifiziert. Welche Entwicklung hat Klima- Haus seit damals genommen? Ulrich Santa: KlimaHaus wurde im Jahr 2002 erstmals vorgestellt und war zunächst ja ein freiwilliger Energieeffizienzstandard. Mittlerweile gibt es dazu auf europäischer Ebene weitgreifende und vor allem verbindliche Vorgaben bei Neubau und Sanierung, die wir in Südtirol eben mit dem Direktor Ulrich Santa: „Mit den Programmen KlimaGemeinde und KlimaFactory schließen wir zwei weitereLücken vom KlimaHaus hin zum KlimaLand.“ KlimaHaus-Standard umsetzen. Im Unterschied beispielsweise zur staatlichen Regelung haben wir mit KlimaHaus aber stets darauf geachtet, einen praxistauglichen und wirtschaftlichen Anwendungsrahmen zu definieren. Die Frage ist also nicht das „Ob“, sondern das „Wie“. Vor diesem Hintergrund haben wir in den letzten Jahren unsere Richtlinien und Standards grundlegend überarbeitet, wo nötig, auch vereinfacht und entbürokratisiert. KlimaHaus versteht sich heute vor allem als Qualitätssicherungsprozess, der eine hohe Planungs- und Ausführungsqualität sicherstellen und Bauschäden vermeiden soll. Das Ergebnis für den Bauherrn ist ein energieeffizientes, aber auch robustes und dauerhaftes Haus, vor allem aber auch ein Haus mit einem behaglichen und gesunden Raumklima. > Radius: Mit Jahresbeginn wurde aber auch der Mindeststandard bei Neubauten auf ein KlimaHaus Aangehoben … U. Santa: Auf den Gebäudebereich entfällt mehr als ein Drittel unseres Gesamtenergieverbrauchs, gleichzeitig erlauben uns die technischen Entwicklungen bei Gebäudehülle und Anlagentechnik wie in kaum einem anderen Bereich effizient und wirtschaftlich einen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele zu leisten. Laut europäischem „Fahrplan“ sind daher zukünftige Neubauten als sogenannte „Fast-Nullenergie-Gebäude“ auszuführen. Diesen „Nearly Zero Energy Building“-Standard haben wir in Südtirol in einem Klima- Haus Adefiniert. Dank des engagierten Qualitätsstrebens der gesamten Baubranche ist diese Anhebung gewissermaßen aber auch als natürlicher und konsequenter Schritt zusehen, waren ja bereits bisher mehr als die Hälfte der Neubauten ein KlimaHaus A. Ein solches stellt heute schlicht den Stand der Technik dar. Dank der Überarbeitung des KlimaHaus- Standards kostet ein KlimaHaus Aheute übrigens weniger als ein KlimaHaus Binder Vergangenheit. > Radius: Mit der Anhebung des Mindeststandards gibt es den begehrten Kubaturbonus nur noch für ein KlimaHaus Nature. Welches Ziel verfolgt man damit? U. Santa: Energieeffizienz ist ein wichtiger Aspekt für nachhaltiges Bauen, aber nicht der einzige. Wirhaben daher in den letzten Jahren eine ganze Familie von Nachhaltigkeitssiegeln für bestimmte Anwendungsbereiche entwickelt, die weiter greifen und gesamtheitlicher ausgelegt sind. Die Zertifizierung KlimaHaus Nature bewertet beispielsweise die verwendeten Materialien in Bezug auf ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die Tageslichtnutzung, den Schallschutz, den Wasserverbrauch, die Schadstoffe in der

01/2017 23 Raumluft oder den Schutz vor Radon. Bei KlimaHaus Hotel, School, Work&Life oder Wine werden zudem Aspekte bewertet, welche Prozesse in Führung oder Produktion betreffen. Dabei rücken immer mehr der Mensch, sein Wohlbefinden und seine Gesundheit in den Mittelpunkt. Mit dem Kubaturbonus für KlimaHaus Nature soll diese Entwicklung hin zu umfassend nachhaltigem Bauen gefördert werden. Ich kann mir vorstellen, dass ein KlimaHaus Nature in ein paar Jahren ebenso zur Selbstverständlichkeit wird, wie es heute ein KlimaHaus AimBereich der Energieeffizienz ist. > Radius: Und wie sieht es bei bestehenden Gebäuden aus? U. Santa: Bei der Sanierung hat sich in Bezug auf Energiebonus und einzuhaltende Mindestanforderungen nichts geändert. Um das energetische Einsparungspotenzial im Bestand zu erschließen, bieten wir seit letztem Sommer den vom Land geförderten Energiecheck an, der auch sehr gut angenommen wird. Für einen geringen Selbstbehalt von 75 Euro nimmt ein Berater der Agentur Wände, Fenster, Dach und Kellerdecke sowie die Heizanlage unter die Lupe. In einem von Verkaufsinteressen unabhängigen Beratungsgespräch werden anschließend gemeinsam mit dem Eigentümer die sinnvollsten Maßnahmen und deren Wirtschaftlichkeit erörtert. Ist eine umfassende energetische Sanierung geplant, so empfehlen wir auf den Sanierungsleitfaden „KlimaHaus R“ zurückzugreifen. Die Die KlimaHaus Agentur berät Bauherrenkostenlos zu Fragen des energieeffizientenund nachhaltigen Bauens. KlimaHaus Agentur bietet übrigens jeden ersten Donnerstag im Monat eine kostenlose Beratung an (14-17 Uhr). Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. > Radius: Die KlimaHaus Agentur hat ihre Themenfelder ständig erweitert. Vonder Zertifizierung von Wohngebäuden zu Bürogebäuden, Weinkellereien usw. bis hin zu Gemeinden und Betrieben. Wasversprechen Sie sich davon? U. Santa: Es war naheliegend und nur konsequent, unsere Bemühungen im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz auf andere Bereiche auszuweiten. Gerade den Gemeinden Elektrogroßhandel Besuchen Sie uns in unserem Showroom und lassen Sie sich inspirieren zu Licht und Haustechnik. Zum Beispiel mit Produkten von Berker. Showroom Selectra Bozen Pacinottistraße 11 T 0471 558800 BERKER B.IQ /R.1 /R.3 /R.ClassIC

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