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Radius Alpine Technologien 2011

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66 gesundheit

66 gesundheit 10/2011 10/2011 67 Immun gegen Grippeviren In der kalten Jahreszeit haben Erkältung und Grippe Hochsaison. Deshalb ist es im Winter besonders wichtig, sein Immunsystem zu stärken und die Abwehrkräfte zu steigern. Mit bestimmten Lebensmitteln, Kräutern, Gewürzen und Heilpflanzen kann man die körpereigene Abwehrkraft nachhaltig stärken und den Organismus vor Krankheitserregern effektiv und ohne Nebenwirkungen schützen. Mit einer frischkostreichen Ernährung werden dem Körper alle wichtigen Mineralien, Vitamine, Ballaststoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe zugeführt. Optimal wären fünfmal am Tag Obst und Gemüse. Zu den Lebensmitteln und Gewürzen, die das Immunsystem stärken können, zählen Brokkoli, Karotten, Tomaten, Chicorée, Kohl, Knoblauch, Pilze und Spinat. Bei den Früchten kurbeln Zitronen, Grapefruit, Orangen, Bananen und dunkle Früchte wie Blaubeeren, Kirschen, Heidelbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und dunkle Weintrauben das Immunsystem an. Sport, Kneippen und Saunieren Mit der richtigen Ernährung allein, ist es aber noch nicht getan. Wer sein Immunsystem stärken will, sollte sich auch täglich in der frischen Luft bewegen, und sich dabei auch ein bisschen abhärten. Wer dem Joggen nicht viel abgewinnen kann, der kann auf Nordic-Walking ausweichen. Aber auch Radfahren, Schwimmen und Skilanglauf eignen sich bestens zur Abhärtung des Körpers. Ganz Faule sollten wenigstens das Auto stehen lassen und zu Fuß zur Arbeit gehen, und statt mit dem Aufzug zu fahren, die Treppe nehmen. Stress ist auch Gift für das Immunsystem. Deshalb sollte man Stress wenigstens durch regelmäßige körperliche Bewegung abbauen. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, um in der kalten Jahreszeit Grippe & Co. ein Schnäppchen zu schla- gen. Wer regelmäßig sauniert, Wechselfußbäder nimmt bzw. sich Arm-, Bein- und Vollgüsse gönnt, oder mal das Wassertreten in einer Kneippanlage übt, härtet seinen Körper ab. Diese Maßnahmen haben einen günstigen Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem, und steigern den Stoffwechsel. Zudem werden die Blutgefäße jung und elastisch gehalten. Bei den Kneipp-Anwendungen muss man allerdings immer warm beginnen und kalt enden. Und nachher ist es ganz wichtig, dass man sich bewegt, damit die Wiedererwärmung besser gelingt. Giftstoffe vermeiden Rauchen ist generell ungesund. Im Winter jedoch belastet es unser Immunsystem noch zusätzlich. Wer sich also im Winter gesund erhalten will, der sollte das Rauchen besser aufgeben. Auch der Alkoholgenuss sollte in Maßen erfolgen. Zudem wäre der Umgang mit schädlichen chemischen Stoffen zu vermeiden und auf industriell produzierte Nahrungsmittel und chemische Nahrungszusätze wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und künstliche Aromen sollte man ebenfalls weitgehend verzichten. Sollte man aber trotz allem an einer Erkältung oder an einem grippalen Infekt erkranken, dann sollte man sie richtig auskurieren. Allerdings nicht gleich mit der chemischen Keule. Die Mittel, die bei Erkältungen oder Grippe verordnet werden, lindern nur Kopf- und Gliederschmerzen, senken das Fieber, lösen den Husten, stoppen den Hustenreiz und machen die Nase frei. Dabei handelt es sich aber ausschließlich um Mittel, die die Symptome unterdrücken, die Erkältung oder Grippe aber nicht heilen können. Es gibt leider noch immer keine Medikamente gegen Erkältung und Grippe. In eine Schublade passt er nicht hinein. Für Willy Costamoling braucht es schon einen ganzen Notar-Schrank mit großen und kleinen, schmalen und breiten Schubladen. Hotelier und Sommelier-Hüttenwirt, Extremkletterer ... ... Skirennfahrer, Bergführer, Südtirols erster Drachenflieger, Fallschirmspringer, Paläontologe und Entdecker einer kleinen Sensation, des ursus ladinicus, Mitbegründer des Bergrettungsdienstes Aiut Alpin, Politiker und Lebenskünstler. Ein charmanter Mann, der Energie, Optimismus, Lebensfreude und gleichzeitig Gelassenheit verkörpert. Groß geworden ist der 1943 geborene Willy Costamoling in einem Gadertal, das mit der heutigen Realität nur noch wenig gemein hat. Rund 150 Einwohner waren es damals, heute sind es über 5000. Zu viele, findet er. Der Hof der Familie lag auf 1700 m Höhe. „Ein hartes, aber freies Leben“, erinnert er sich. Die Leidenschaft für die Paläontologie hat er vom Vater geerbt. „In meiner Familie waren alle Jäger. Aber mein Vater wollte nach dem Krieg kein Gewehr mehr in die Hand nehmen. Also sind wir Fossilien sammeln gegangen.“ Je unwegsamer das Gelände, desto faszinierender. „Eine Sucht ist das“, unterstreicht Costamoling. Ein aufsehenerregender Fund Am 23. September 1987 tätigt er im Fanesgebiet auf 2800 m Höhe einen aufsehenerregenden Fund: eine Höhle mit prähistorischen Knochenresten: ursus spelaeus, umgenannt in ursus ladinicus. Der bisher einzige Hinweis für das Vorkommen dieser Bären in den Dolomiten. In seiner Jugend war er auch Mitglied der italienischen Ski-Nationalmannschaft. Seiner Karriere in der italienischen Ski-Nationalmannschaft setzte ein Unfall, der ihn sechs Monate ans Bett fesselte, ein jähes Ende. Die Leidenschaft für die Berge ist geblieben. Costamoling fühlt sich heute noch am wohlsten auf der Piste, auf einem Gipfel oder direkt darüber, beim Drachenflie- ?! Portrait Tausendsassa und Philosoph gen. Costamolings Name ist eng mit dem Bergrettungsdienst Aiut Alpin verbunden, dessen Mitbegründer er ist. „Wir holen Leute von überall raus, haben schon unzählige Leben gerettet. Die Kletterer werden immer besser, da braucht es gute Piloten. Wir haben sie und unsere Bergretter und Piloten sind ein exzellentes Team.“ Beim Stichwort Tourismus und Krise kehrt Costamoling den Philosophen heraus. „Viele Touristen bringen viel Geld, aber auch viele Probleme. Wir müssen bescheidener werden, zurückstecken, wenn die Leute noch gern kommen sollen.“ Er tritt für einen absoluten Bettenstop und die Verbesserung der bestehenden Qualität ein. „Aber ich weiß, es ist schwer, die Balance zu finden.“ Er selbst ist ein Meister der Balance. Das hat er nicht zuletzt als alleinerziehender Vater von drei Kindern gelernt. Weinkeller in Punta Trieste Stolz ist er auf seinen Weinkeller in der Hütte Punta Trieste, wo mehr als 200 Etiketten lagern. Keine großen Namen, aber ausgezeichnete Weine. Dazu gibt es Spaghetti, knusprige Spareribs, Gemüse und Salate oder feinsten San Daniele Schinken. Dazu erlesene Olivenöle, Arganöl aus Marokko, verschiedene Pfeffersorten, Salz aus Trapani. „Guter Sprit für die Skifahrer“, betont er lachend. Der Klimawandel schreckt ihn nicht und auch, wenn Ende November auf fast 2000 Metern alles noch grün ist, bewahrt er Ruhe. „Der Schnee wird schon kommen. Das war immer so, es gab wärmere und kältere Jahre. Vor 50.000 Jahren war es hier auch um zehn Grad wärmer im Jahresschnitt.“ Sicher, auch hier heiße es zurückschrauben, die Luftverschmutzung einzudämmen. Die Lebensphilosophie des Tausendsassas ist ebenso ansteckend wie einfach: „Man muss versuchen, das Beste aus allem zu machen, aus seinen Fehlern zu lernen, sich begnügen können, nicht geizig sein. Ich bin frei und beneide niemanden.“ Und das glaubt man ihm auf´s Wort.

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