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Golf in Südtirol 2016

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64 02/2016 aktuell Golfen erhält jung Golfen kann man bis ins hohe Alter. Viele Einsteiger sind 50 und mehr Jahre alt, denn mit zunehmendem Alter hat man mehr Zeit und Muße. Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Vorteile liegen auf der Hand. Alle Südtiroler Golfclubs bieten spezielle und kostengünstige Einstiegskurse an. „Laut einer Statistik leben Golfer fünf Jahre länger“, erzählt Hermann Schnitzer, Landesdelegierter der Federazione Italiana Golf. Er selbst hat erst als Rentner, mit 65 Jahren, damit begonnen. „Da hatte ich auch die Zeit dafür“, fährt er fort. Die Stunden auf dem Golfplatz und die gesellige Runde auf sonniger Terrasse oder im gemütlichen Clubhaus mit gastronomischen Köstlichkeiten möchte er nicht missen, bereichern sein Leben. Konzentrationstraining in bezaubernder Natur Die Luftlöcher der ersten Golfstunde sind bald vergessen, spätestens dann, wenn die ersten Schläge über 50, 100 Meter und weiter gelingen. Es ist jedes Mal ein kleiner Sieg über sich, fördert die Konzentration und den Humor, stärkt Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. Die vielen Stunden in Bewegung in der frischen Luft vitalisieren Körper und Geist. „Wir haben 80-Jährige, die knackig Golf spielen und mit 75 gehört man noch nicht zum alten Eisen“, bekräftigt Hermann Schnitzer. Einstiegskurse, freie Mitgliedschaft, Greenfee „Trau dich“, so heißt beispielsweise der Einstiegskurs beim Golfclub Pustertal. Alle Golfclubs haben besondere Anreize geschaffen, um für Frauen und Männer jeglichen Alters den Einstieg in den Golfsport zu erleichtern. Ziel der Kurse ist die Platzreife, Handicap 54. Mit der freien Mitgliedschaft in einem Club erhält man den Versicherungsschutz der Federazione Italiana Golf und kann mit Greenfee alle Plätze bespielen. Und der Spaß kann beginnen. Turniere – erfolgreicher GC Lana Ob clubintern oder als Mannschaft: Der Turnierkalender bietet reichlich Möglichkeit sich einzeln und als Mannschaft im Golfspiel zumessen. 2015 hat der GC Lana den VSS-Raiffeisen Senioren-Golfcup gewonnen, vor dem GC Passeier und dem GC Sterzing. Das Finale Match Play AGIS Triveneto gewann der GC Venezia, mit nur einem Punkt weniger folgten punktegleich Lana, Asolo und Cà Amata. Beim Torneo Nordest belegte der GC Lana den 12. Platz - als jeweils einziger Südtiroler Golfclub unter den besten fünfzehn Platzierten. VSS-Raiffeisen Senioren-Golfcup 2016 Besonders beliebt ist der VSS-Raiffeisen Senioren-Golfcup, der mit Promotor Erwin Lösch vom GC Lana zum wiederholten Male organisiert wird: am 28. April im Golfclub Eppan, am 19. Mai im GC Pustertal, am 23. Juni in Passeier, am 21. Juli im GC Karersee, am 25. August in Petersberg und am 1. September in Lana. Das Finale findet am 15. September in St. Vigil/Seis statt. „Golfen hat den snobistischen und elitären Charakter verloren, ist erschwinglich und kostet nicht mehr als Skifahren“, so Hermann Schnitzer. „Und vor allem Hermann Schnitzer erhält es jung!“

aktuell 02/2016 65 Kompromiss pro Flugplatz Die Südtiroler Wirtschaft (Unternehmerverband, Handwerkerverband, Gastronomie usw.) ist der Meinung, Bozen braucht einen funktionierenden Flugplatz. Wobei die Betonung auf funktionierend liegt. Der ABD Airport Bolzano Dolomiti hat zu Zeiten der Tyrolean Linienflüge ganz passabel funktioniert. Dass sich dies geändert hat, ist unter anderem den Anpassungen an neue Sicherheitsbestimmungen (Verkürzung der Sicherheitspuffer und die damit verbundene Verkürzungen der Landebahn) zuzuschreiben. Dazu kam auch der halbherzige Einsatz seitens der Politik ..., wohl auch aus Angst, Stimmen zu verlieren. Dass es Gegner zu so einem Projekt gibt ist zu akzeptieren. Mangelnde Information und Diskussion haben das ihrige zur Verunsicherung beigetragen und sind nun der Grundstein für ein zum Teil vergiftetes Diskussionsklima und Gegnerschaft, auch aus Prinzip. Dazu kommen auch Kommunalpolitiker die sich über die Anti-Flugplatz-Kampagnen, Angstmacherei vor Umweltschäden, zu hohen Kosten und Fluglärm, ein paar Wählerstimmen mehr erhoffen. Auch das ist demokratisch und legitim, wenn auch kurzsichtig. Egoismus ist ein schlechter Ratgeber Man könnte die Argumentation der Gegner weiterspinnen, in etwa so: Unterlandler und Überetscher könnten sagen, wir brauchen keine Vinschger Bahn und auch keine Busverbindung ins Ahrntal oder nach Sexten, das alles sind nur unnütze Kosten. Das gleiche gilt für die Erschließung der einzelnen Höfe, den gesamten öffentlichen Nahverkehr, diverse Schutzbauten, Radwege usw. Gott sei Dank werden all diese Infrastrukturen von der öffentlichen Hand finanziert, unabhängig davon, wie vielen Personen diese zugute kommen – und das ist gut so. Ein Beispiel aus Nordtirol. Das Krankenhaus St. Johann in Tirol grenzt direkt an das Zentrum. Im Winter landet auf dem Krankenhausdach bis zu zehnmal am Tag der Hubschrauber. Anflug, bei volllaufendem Motor ausladen und wieder abfliegen. Das bedeutet für das Stadtzentrum volle Lärmbelastung über vier bis fünf Minuten pro Einsatz. Diese Hubschrauber-Einsätze gehören heute zur Rettungskette und zum medizinischen Standard. Keinem Menschen würde einfallen sich darüber aufzuregen, schließlich könnte ja jeder selbst einmal betroffen sein. (Ähnliches gilt wohl auch für die Bewohner in Gries und Moritzing.) Derzeit kann man vermehrt Hubschrauber-Trainingsflüge vom Militär, der Finanzwache und Carabinieri beobachten bzw. deutlich hören. Solche Aktionen dezimieren sich, wenn Linien- und Charterflüge Bozen anfliegen. Umweltschäden und Lärmbelastung Jeder Traktor, jedes Motorrad, jeder Skooter macht beim Vorbeifahren mehr Lärm als die Turboprobs der Tyroleanoder anderer Fluggesellschaften beim Starten und Landen. Wenn in Bozen in naher Zukunft wieder einige Linienflüge und hoffentlich auch einige Charterflüge pro Tag starten und landen, so ist die Lärmbelastung relativ gering. Was die zusätzliche Umweltbelastung durch die öffentlichen Flugbewegungen betrifft, so dürfte sich diese im Zehntel-Prozent- Bereich halten – über 99 % sind dem Verkehr und dem Hausbrand anzulasten. Abgesehen davon fliegen zehntausende Südtiroler in den Urlaub ... und fahren mit den Autos nach Verona, Mailand, Innsbruck oder München. Fazit: Wenn der größte Teil der Südtiroler Wirtschaftstreibenden der Meinung ist, Bozen braucht einen funktionierenden Flugplatz, dann sollte dies von den Gegnern und Kritikern der Wirtschaft zugestanden werden. Denn die Wirtschaft sind wir alle.

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