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Golf in Südtirol 2016

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6 02/2016 25 JAHRE editorial Jubiläum Es war 1992, Südtirol hatte mit Petersberg und Karersee gerade zwei Golfplätze mit je 9 Loch, in Alta Badia und Passeier war man beim Planen, in Wolkenstein gab es einen Übungsplatz und hinterm Mendelpass in Sarnonico wurden die ersten 9 Loch gerade fertig. Die Idee, ein Golfmagazin als Beilage für die Dolomiten zu produzieren, haben wir im April 1992 erstmals umgesetzt. Das ging natürlich nicht ohne den damaligen „Südtiroler Golfpapst“ Rudi Rimbl. Heute, 24 Jahre später, halten Sie die 25. Ausgabe meines Südtiroler-Golf-Magazins in den Händen. Nach der Ablehnung der Projekte am Ritten und im Montiggler Wald in den 70er- und 80er-Jahren, hatten die Golfbefürworter auch danach noch mit zum Teil haarsträubenden und unqualifizierten Gegenargumenten und sogar mit persönlichen Anfeindungen zu kämpfen. (Die Golfpioniere wie Arthur Thaler, Schaly Pichler oder Hans Inderst können ein Lied davon singen ... Der „Psairer Golfkrieg“ ist allen noch in Erinnerung.) In 25 Jahren hat sich auch bei uns die Situation grundlegend geändert. Die kritischen Stimmen rund um die Golfplätze in Passeier, Lana, Eppan, am Petersberg, am Karersee, in St. Vigil, im Pustertal und in Alta Badia sind längst verstummt. Der Beweis, dass Golf ein Sport mit der Natur und nicht dagegen ist, wurde mehrfach erbracht. Mittlerweile sind auch hunderte Arbeitsplätze direkt und indirekt durch die Golfanlagen entstanden. Ich wage zu behaupten, dass Anlagen am Ritten oder in Montiggl heute wesentlich leichter zu realisieren wären wie noch vor einigen Jahren ... Voraussetzung wären natürlich immer entsprechende Investoren und eine gesicherte Finanzierung. Welche Projekte haben in Südtirol noch Chancen auf Verwirklichung? Da ist an erster Stelle der Ausbau auf 18 Loch in Reischach innerhalb der nächsten zwei Jahre realistisch. Ein weiterer Ausbau auf 18 Loch wird auch von den Betreibern des neuesten Platzes in Eppan/Unterrain angestrebt. Auch im Vinschgau kamen in regelmäßigen Abständen Pläne für einen Golfplatz aufs Tapet; jetzt hat Golfpromotor Kurt Ortler nach 20 Jahren allerdings aufgegeben ... „die sollen selber schauen, ob sie eine Areal auftreiben ...“ In Sterzing feiert man dieses Jahr ebenfalls Jubiläum – 20 Jahre GC Sterzing. Auch in der Fugger-Stadt sollte es mög- lich sein, in absehbarer Zeit eine vollwertige Anlage zu realisieren. Das grundsätzliche Problem in den Südtiroler Talsohlen sind aber die Grundstückspreise bzw. der hohe Pachtzins. Dort wo Wein und Obst angebaut werden, sind Plätze mit einem Bedarf von 50 ha und mehr kaum zu finanzieren. Franz Wimmer Diese Probleme hat man im Nachbarland kaum; ein Vergleich mit Österreich: 1990 gab es in Österreich 49 Golfplätze und in Südtirol zwei. 25 Jahre später haben wir im Land acht vollwertige Golfanlagen und in Österreich sind es knapp 170 (!), Österreich wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten in Europa zum Golf-Aufsteigerland Nummer eins. 105.000 Österreicherinnen und Österreicher spielen derzeit Golf, das sind etwa 1,3 % der Bevölkerung. Wenn man davon ausgeht, dass in Südtirol etwa 2.500 Personen dem Golfsport frönen, so sind das gerade einmal 0,5 %. Deutschland steht mit 727 Golfplätzen in Europa an 2. Stelle, nur England hat mehr. In Deutschland gibt es derzeit ca. 650.000 Golfer innen und Golfer, Tendenz auch weiterhin steigend. Weltweit liegt Kanada mit 30 Millionen Einwohnern und 5 Millionen Golfspielern an der Spitze (17 % der Bewohner). In Europa führen die Schweden diese Rangliste an mit 500.000 Golfern bei 8 Millionen Einwohnern, damit spielen 7 % der Schweden Golf. Soweit wird es in Südtirol kaum kommen. Dass mit dem weiteren Ausbau bestehender Anlagen und vielleicht auch mit ein bis zwei neuen Plätzen die Zahl der aktiven Golferinnen und Golfer steigen wird, ist unbestritten. Die 3.000er-Marke kann man sicher in einigen Jahren erreichen. Ob auch die 5.000er-Marke erreicht werden kann, das wissen wir spätestens beim 50-jährigen Jubiläum des Südtiroler Golfmagazins im Jahr 2041. Franz Wimmer

100 % Das klare Bekenntnis zur Region schafft Nähe, Vertrauen und Sicherheit. Wir sind der starke Veranlagungs- und Finanzierungspartner für die Südtiroler Wirtschaft und Bevölkerung. Ein Partner, auf den sie sich verlassen können. Zu hundert Prozent. 1/1 Werbung 210x297 – 190x283 VW Unsere Tiroler Bank. www.hypotirol.it

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