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Golf in Südtirol 2016

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32 02/2016 gc passeier.meran „Mich freut, dass es gelungen ist“ 20 Jahre Golfclub Passeier: Nach sechsjährigem „Golfkrieg“ wurde 1996 die 9-Loch-Anlage eröffnet. 1998 Bau des Clubhauses. 2002 Spatenstich der 18-Loch-Anlage, 2005 Einweihung. Damit nicht genug. Golfplatzpionier, Präsident und Alleingesellschafter Karl „Schaly“ Pichler investiert jährlich weiter in seine Vision: Einen Golfplatz für Passeier. > Radius: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, im Passeiertal einen Golfplatz zu bauen? Karl Pichler: Bei einer Pasta al pesto bei meinem Freund, Primar Alberto Gottardi, kam das Gespräch aufs Golfen. Der anwesende Ingenieur Fabio Boccani musste dafür immer nach Verona fahren. Da war die Idee geboren. Am 16. August 1990 standen wir drei auf einer Wiese am Eingang des Kalmtales und schauten auf die gegenüberliegenden, meist steilen Wiesen der Kellerlahne, die zur Gemeinde St. Leonhard gehören. Dort, wo ich als Bub gehütet hatte, sollte der Golfplatz entstehen. Ich selbst habe im Urlaub in Punta Ala meine ersten Golfschläge gesetzt, sie ordentlich verhauen und mir gedacht: Golf ist ein saublöder Sport für alte Leute. > Radius: Wie ging es weiter? Womit konnten Sie die Bauern überzeugen, die Genehmigung erlangen? K. Pichler: Zuerst redete ich mit den Bauern, die, bis auf einen, nie was vom Golf gehört hatten. Sie hörten mir zu, weil sie mich kannten. Ich bin einer von ihnen, aus St. Martin. Die Wiesen warfen wenig ab und die jungen Bauern wollten nicht mehr Bauer sein, verdienten anderweitig ihr Geld. Unzählige Gespräche führte ich mit den Grundeigentümern, bis ich endlich das Projekt für einen 9-Loch- Platz der Gemeinde von St. Leonhard vorlegen konnte. Die war dagegen, stellte hohe Auflagen und meinte: „Ja, wenn es die Bauern wollen.“ Es folgten Aussprachen, Unterschriftenaktionen und Bürgerversammlungen. Die Skepsis war groß. Die Bauern waren hin und her gerissen. > Radius: Das klingt nach sehr viel Gegenwind, aber auch nach unermüdlichem Einsatz. Was war hilfreich, brachte die Wende? K. Pichler: Wohl mehreres. Für die Überzeugungsarbeit bei den Bauern erhielt ich Unterstützung vom Landeshauptmann Luis Durnwalder, der ihre Bedenken zu zerstreuen versuchte. Mit einem Bus von Interessierten fuhr ich zur Besichtigung des Golfplatzes Schwarzsee nach Kitzbühel mit Einkehr beim „Stanglwirt“, wo wir das Für und Wider diskutierten. Hoteliers und Wirtschaftstreibende begrüßten inzwischen auch das Projekt. Doch die Gegner gaben nicht auf und es dauerte noch eine Weile bis zur Genehmigung der 9-Loch-Anlage. > Radius: Am 14. Juli 1996 wurde der 9-Loch-Golfplatz Passeier eingeweiht. Ende gut, alles gut? K. Pichler: Nicht ganz so schnell. Bei der Einweihung säumten mehrere Spruchbänder mit der Aufschrift „Golfplatz, nein danke!“ die Auffahrt zum Golfplatz. Sechs Jahre zäher Auseinandersetzungen mit den Golfgegnern und mediale Verhetzung waren vorausgegangen. Doch bald sahen die Passeirer, dass die Befürchtungen sich nicht bewahrheiten. Im Gegenteil. Der Bürgermeister lenkte ein: „Wir haben es damals nicht besser verstanden.“ > Radius: Der Golfplatz ist heute eine 18-Loch-Anlage. Wie kam es dazu und waren die Widerstände auch so groß? K. Pichler: Ein Jahr nach der Einweihung setzte sich der Bürgermeister für die Erweiterung zum 18-Loch-Platz ein und trat an mich heran. Die Auflagen der Gemeinde für den 9-Loch-Platz waren so hoch gewesen, dass ich von den 50 Hektar effektiv nur 30 Hektar für die Golfanlage nutzen konnte. Auf seinen Wunsch hin unterbreitete ich ihm eine Liste für die Erweiterung, die sofort einstimmig genehmigt wurde. Somit fühlte ich mich moralisch verpflichtet, den 18-Loch-Golfplatz zu bauen. Ich spielte nämlich immer noch nicht Golf. Wieder Verhandlungen mit den Grundeigentümern und wieder Rekurse der Gegner beim Verwaltungsgericht in Rom, mit dem Unterschied, dass die Gemeinde das Projekt gleich genehmigte. Das Millionen-Projekt fand keine Gesellschafter. Schließlich übernahm ich die Finanzierung, denn Rückzug ist nicht so meine Sache. > Radius: Seit es den Golfplatz gibt, sind Hotels entstanden und erweitert worden, beispielsweise „Andreus“ oder der „Quellenhof“. Die deutsche Nationalelf hat in Passeier trainiert, auf Ihrem Golfplatz gespielt. Zufrieden? K. Pichler: Der Tourismus profitiert von den Golfplätzen, denn sie erhöhen die Attraktivität für die Gäste. Es wäre gut, wenn etwas von dem Mehrwert in Form von einer Abgabe in die Golfclubs zurückfließen würde. Für mich ist der Golfplatz finanziell kein Gewinn und ich bin schon froh, wenn ich pari ausgehe. Jedes Jahr investiere ich in die Anlage, verschönere ihn. Das Passeiertal hat einen großen Aufschwung erfahren, das ist mir Genugtuung. Meine Tochter spielt gerne Golf, wird den Golfclub weiterführen.

gc passeier.meran 02/2016 33 Grüne Nudeln zum Auftakt Spaghetti Pesto als Initialzündung für eine Golfplatz, das ist weltweit wohl einmalig und passt perfekt zur Spontanität von Schaly Pichler. In Hafling hatte sich damals eine kleine Runde zusammengefunden und plötzlich drehte sich das Gespräch um einen möglichen Golfplatz im Burggrafenamt. Nachdem Schaly in Vergangenheit schon Promotor für Schwimmbad und Tennisplätze in Passeier war, auch beim Fußballplatz hat er als Sponsor mitgewirkt, war es für ihn nicht abwegig auch einen Golfplatz zu realisieren. „Die Idee erschien relativ einfach, doch das Umsetzen war dann ein Kampf. Damit hatte ich nicht gerechnet und gerne darauf verzichtet!“ Aber je mehr sich die Gegner ins Zeug legten, desto stärker wurde das Engagement von Schaly. Als Psairer in seinem Heimattal eine Niederlage einzustecken, das konnte es nicht sein. Golfkrieg in Passeier Was sich allerdings Anfang der neunziger Jahre dann in Passeier zugetragen hat, war für die Golfpromotoren kaum mehr zu ertragen. Vor allem von außen kam heftige Kritik und mit allen möglichen Behauptungen, die jeder Grundlage entbehrten, wurde Zwietracht ins Tal gebracht. Auf der einen Seite der Passeirer Unternehmer Schaly Pichler, ein Mann mit Handschlagqualität, auf der anderen Seite die Gegner, die Stimmung gegen die Golfpläne machten. Auch über verschiedensten Medien wurde Stimmung gegen den Golfplatz gemacht, doch die schweigende Mehrheit vertraute auf Karl Pichler und seinen Aussagen. Spätestens nach Fertigstellung der ersten 9-Loch-Anlage brachen die Gegenargumente zusammen wie ein Kartenhaus. Hunderte neue Arbeitsplätze Kaum waren die ersten 9 Loch auf der Kellerlahne fertig, kam auch der Golftourismus ins Tal. Hotels wie der Quellenhof, Stroblhof, Saltauserhof oder Wieserhof, um einige zu nennen, wurden erweitert, das 5-Sterne-Ressort Andreus direkt am Golfplatz entstand neu. Neben den Arbeitsplätzen in der Gastronomie, profitierten auch die Passeirer Handwerksbetriebe voll von den umfangreichen Investitionen in der Gastronomie. Diese Infrastruktur hat der Psairer Wirtschaft viel mehr gebracht als sich Initiator Schaly und seine Mitstreiter jemals vorgestellt hatten. 5 STERNE GOLF & SPA RESORT ANDREUS Das Lieblingshotel der Südtiroler • Direkt am 18-Loch Golfplatz Passeier.Meran • GREEN FEE SPEZIALPREIS für alle Golfplätze in Südtirol • Kostenlose Caddybox für Ihr Golfgepäck • 7000m² Wellness & Spa Bereich • 2000m² Andreus Sauna World mit 10 verschiedenen Saunen und täglichen Themen-Aufgüssen • Beheizter Indoor-Outdoorpool (34°C) • Sportpool (29°C -33,33m Länge) und Whirlbecken (50m²) • Vital Spa mit zahlreichen Beautybehandlungen für Sie und Ihn • 4 Tennissandplätze & Reitstall mit Koppel direkt am Hotel • Andreus Sport Area mit Beach-Volleyball-Platz und Kunstrasenplatz Fam. Fink · Kellerlahne 3a, 39015 St. Leonhard in Passeier bei Meran Tel. +39 0473 491330 • info@andreus.it • www.andreus.it TIPP 1 Nacht inklusive Halbpension sowie 1 Green Fee ab € 199.- pro Person 33,33 Meter - 34° C

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