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Gesundheit & Ernährung 2011

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A K T U E L L bewusst

A K T U E L L bewusst – Aktiv – Gesund Konzepte und Programme zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit anregen, planen und umsetzen . . . gemeinsam mit den Betroffenen und überall dort, wo Menschen spielen, lernen, arbeiten und lieben. Das sind die Eckpfeiler, auf denen die Tätigkeit der Stiftung Vital aufbaut. Er wurde 1946 erstmals formuliert und gilt noch heute, der umfassende Gesundheitsbegriff der Weltgesundheitsorganisation, WHO: „Gesundheit ist ein Zustand vollstän- digen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit.“ Davon ist auch der Direktor der Stiftung Vital, Franz Plörer, überzeugt. Die thematischen Schwerpunkte der Stiftung Vital liegen im Bereich gesunde Ernährung, körperliche Bewegung und seelische Gesundheit. Ernährung ist ein Thema, das den Menschen von Natur aus naheliegt, ein Bereich, in dem jeder selbst und mit einfachen Mitteln viel tun kann, bzw. viel tun könnte. Ein Bereich, in dem gesundheitsfördernde Maßnahmen gut eingesetzt werden und gut greifen kön- nen, vor allem, wenn man sie gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet und umsetzt. Gerade auch im Bereich Ernährung. Plörer: „Allerdings ist gesundes Essen in unserer Kultur und in unserem Verständnis noch viel zu wenig verankert.“ bewusstsein schaffen und verankern Die Stiftung Vital setzt auf das Zusammenspiel und den erzieherischen Effekt von Gruppen, im Fachjargon Settings, die nah an der Bevölkerung sind. Kindergärten, Schulen, Betriebe, Krankenhäuser oder Altersheime. Projekte im Bereich Gesundheitsförderung werden auf die Bedürfnisse dieser besonderen Gruppen ausgerichtet und haben neben den konkreten gesundheitsfördernden Maßnahmen und Anregungen auch zum Ziel, die Eigenverantwortung der Menschen zu aktivieren. „Wir wollen dabei keinesfalls als Experten mit erhobenem Finger auftreten, sondern Bewusstsein schaffen und verankern. Gesund leben kann Spaß machen, vom Einkaufen ausgewählter Produkte über das Zubereiten bis zum Essen samt einem Gläschen Rotwein dazu“, betont der Direktor der Stiftung Vital Franz Plörer. Projekt Gesunde Pause Paradebeispiel ist das im vergangenen Jahr abgeschlossene Projekt „Gesunde Pause“ an der Lehranstalt für Wirtschaft und Tourismus, LeWit, in Meran. Gemeinsam mit der Stiftung Vital erhoben die Schüler den Bedarf für eine gesunde Pause. Anstelle von süßen Riegeln aus dem Automaten wurden in Zusammenarbeit mit der Hauswirtschaftsschule Emma Hellenstainer vier Rezepte für das ideale Pausenbrot von den Schülern selbst entwickelt. Das Siegerrezept „Jule“ wurde dann von einem Meraner Bäcker für die Le- Wit gebacken. Die Schüler der fünften Klasse übernahmen die Verteilung des von ihnen kreierten, gesunden Brötchens und waren im Gegenzug für ihr aktives Engagement auch am Umsatz beteiligt. Im Unterricht wurde zudem eine eigene Wort-Bild-Marke sowie ein Evaluations-, Marketing- und Kommunikationskonzept zum Projekt „Gesunde Pause“ erarbeitet. „Gesundheitsförderung heißt für uns, Menschen dafür gewinnen, ihre Sache selbst in die Hand zu nehmen, und gemeinsam mit den Betroffenen und den Entscheidungsträgern Rahmenbedingungen schaffen, die ein gesundes Leben ermöglichen. Dabei haben sich die Jugedlichen im Projekt „Gesunde Pause“ ganz besonders engagiert.“ unterstreicht Franz Plörer. „Eigenverantwortung zu aktivieren ist weder einfach noch spektakulär. Aber alles andere ist nicht zielführend!“ Alle Projekte der Stiftung Vitel bauen auf diesem Prinzip auf. „Gesunde Mit- A K T U E L L sunde Gemeinde“, „Essen für zwei“, der Leitfaden „Gesund essen – Gesund leben“ usw. Franz Plörer: „Essen ist Teil unserer Lebensqualität, es soll auch ein Genuss sein und nicht ein Hineinstopfen von Kalorien.“ Dies gilt auch oder besonders an Orten wie Mensen oder Kantinen. Ein angenehmes Ambiente, ausreichend Zeit, gesunde Speisen, die verlockend aussehen und auch durch ihren Preis interessant sind, nach dem Motto, „Mach die gesunde Entscheidung zur leichteren Entscheidung“. Wenn gesund gleichzusetzen ist mit appetitlich und günstig, dann fällt die Wahl nicht schwer! Je früher das in Fleisch und Blut übergeht, desto besser. Falsche Essgewohnheiten wirken sich ein Leben lang aus. Übergewichtige Kinder werden meist zu übergewichtigen Erwachsenen mit Spätfolgen wie Herz- und Kreislauf-Krankheiten, Gelenksbeschwerden, Diabetes Mellitus Typ II usw. „Deshalb“, so Plörer, „kann man mit der Gesundheitserziehung nicht früh genug anfangen. Unser Projekt ´Essen für zwei´ zielt z. B. darauf ab, schon über die werdenden Eltern das künftige Essverhalten des Kindes zu prägen. Wenn sich die Eltern dessen bewußt sind, macht es doppelt so viel Freude auf das heranwachsende Leben Rücksicht zu nehmen.“ Gesundheitsförderung ist ein Puzzle Aber Ernährung ist natürlich nur ein kleiner Teil der weitgefächerten Tätigkeit der Stiftung Vital. Zu der Betreuung der zahlreichen Projekte kommt eine rege Informationstätig- arbeiter in gesunden Betrieben“, „Ge- Franz Plörer, Ilona Kickbusch, Florian Zerzer keit, die Veranstaltung von Vorträgen und Tagungen sowie Kooperationen mit anderen gesundheitsfördernden Organisationen im In- und Ausland. Gesundheitsförderung ist ein Puzzle, das sich aus vielen kleinen Facetten zusammensetzt. Es braucht deshalb die Kooperation mit vielen Partnern, mit Vereinen und Verbänden, mit Landesämtern, Gemeinden, mit soziosanitären Einrichtungen und vor allem mit den betroffenen Menschen. Damit die gesunde Entscheidung die eigene Entscheidung ist. 6 02/2011 02/2011 7

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