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Gesundheit & Ernährung 2011

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26 02/2011 A k t u e l l biologisch cONTRA Künstlich Immer mehr Menschen bemühen sich, über die Lebensmittel, die sie einkaufen, mehr in Erfahrung zu bringen. Ob Eier, Saft oder Gemüse, es gilt hinzuschauen und nachzufragen, bevor man sich für ein Produkt entscheidet. Für ernährungsbewusste Konsumenten sollten die Eier schon von freilaufenden glücklichen Südtiroler Hühnern sein, der Saft ohne krebserregende Farbstoffe und das Gemüse bestenfalls sogar biologisch angebaut sein. Und dies gilt schon lange nicht mehr nur für Mütter mit Kindern, die ohnehin nur das Beste für ihre Kleinen wollen. Der Griff in den chemietopf Heute ist es möglich, nahezu jeglichen Geschmack künstlich herzustellen. So braucht es für Suppenwürfel & Co. etwa nicht mehr Hühnerfleisch oder natürliche Gewürze, es reicht der Griff in den Chemietopf. Der Geschmack für das Erdbeerjoghurt kann mit Hilfe von australischen Sägespänen künstlich erzeugt werden. Auch Zitronensäure In der Lebensmittelindustrie wimmelt es von künstlichen Geschmacksverstärkern. beispielsweise, Geschmacksstoff für Getränke oder Bonbons, wird fast ausschließlich aus den Ausscheidungen von Schimmelpilzen und Bodenbazillen hergestellt. All das verbirgt sich hinter den Inhaltsangaben: „Aromastoffe“ oder „natürliche Aromen“. Fragt sich nur, ob wir wirklich Sägespäne oder Ausscheidungen von Schimmelpilzen essen wollen? Und inwiefern das überhaupt noch alles gesund ist? Dabei wäre es doch so einfach: Bäuerliche Produkte, ungespritztes Gemüse oder Grundnahrungsmittel wie Reis, Milch und Mehl würden den Großteil einer gesunden Ernährung bereits ausmachen. Wie zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, haben vor allem Bio-Lebensmittel einen höheren Gesundheitswert als konventionelle Lebensmittel. Sie haben höhere wertgebende Inhaltsstoffe und enthalten deutlich weniger wertmindernde Stoffe. 700 ökologische Landwirte Auch in Südtirol setzen immer mehr Landwirte auf biologische Landwirtschaft. Vor allem beim Apfelanbau setzt sich immer mehr Bio-Anbau durch. Doch auch sehr viele Ackerbauprodukte und zunehmend Milchprodukte sind biologisch. Seit 1993 werden alle ökologischen Landwirte im Landesverzeichnis der Biobauern registriert. Damals waren Fragt sich nur, ob wir wirklich Sägespäne oder Ausscheidungen von Schimmelpilzen essen wollen? knapp 30 Landwirte eingetragen, heute sind es bereits über 700, Tendenz steigend. Bei der Bio-Welle spielen auch die tiergerechte Haltung, der Umweltgedanke und die kurzen Transportwege eine wichtige Rolle. Was jedoch oft fehlt, ist der direkte Kontakt zwischen Viele Eltern kennen den täglichen Kampf am Mittagstisch nur zu gut: Das Kind möchte partout keine Portion Gemüse zu den geliebten Nudeln und dem süßen Nachtisch. Der menschliche Geschmack ist genetisch nicht vollkommen festgelegt, sondern zu einem großen Teil auch erlernt. Isst ein Kind beispielsweise häufig frische Tomaten, wird im Gehirn abgespeichert, wie eine Tomate schmeckt. Dieses Geschmacksbild ist in Zukunft A k t u e l l Landwirt und Konsumenten, um Vertrauen zu schaffen. Dazu ein Tipp: Das Lebensmittelfachgeschäft und langjähriger Familienbetrieb Zöggeler Natur in Lana bietet an zahlreichen Samstagen die Möglichkeit, biologische und natürliche Lebensmittel und Produkte aus Südtirol zu verkosten. Dabei sind Produzenten und Landwirte stets vor Ort, um sich im Gespräch mit Interessierten auszutauschen und Aufklärung zu betreiben. AN ELI IR FOR LIFE. Xan. Das erfrischende Elixier für mehr Lebensenergie. Mit natürlichen Hopfenextrakten. Xan. Più energia e vigore con l’elisir rinfrescante a base di estratti naturali di luppolo. www.xan.com 2. April: Nudel-Verkostung – Ahrntal Natur, 7. April: 15 % Skonto auf das gesamte Bio-Sortiment (über 3000 Artikel) 9. April: Stilfser Bergkräuter mit Produzent Siegi Platzer 14. April: Ihr Einkauf wird belohnt: ab 20 Euro - ein Produkt ihrer Wahl gratis. 23. April: Käse-Verkostung – Ahrntal Natur Geschmacksentwicklung bei Kindern wichtig vertraut und kann dadurch verstärkt gemocht werden. Wenn ein Kind hingegen häufig Ketchup isst, kann es passieren, dass es unter der Kategorie Tomatengeschmack den Geschmack des Ketchups speichert. Ist dieser Geschmack vertrauter als der Geschmack einer echten Tomate, wird das frische Gemüse womöglich abgelehnt. Auf diese Weise werden auch die Geschmacksschwellen erlernt. Eine Geschmacksschwelle sagt aus, ab welcher Konzentration man eine bestimmte Geschmacksrichtung schmeckt. Da Kinder ihr „Geschmacksgedächtnis“ erst füllen müssen, liegen ihre Geschmacksschwellen viel höher als bei Erwachsenen. Aus diesem Grund empfinden Erwachsene Nahrungsmittel, die Kindern schmecken, oft als unerträglich süß. Die Geschmacksschwellen sinken ab dem Alter von acht Jahren bis zum Erwachsenenalter stark ab.

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