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Fußball 2018/19

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10 SPORT B

10 SPORT B 2018 Serie D Serie D: Drunter und Drüber Wenn am 16. September 2 Wochen später als geplant die Serie D beginnt, sind mit Virtus Bozen und Italienpokalsieger St. Georgen 2 Südtiroler Klubs mit dabei. Das war letztmals 1999/2000 der Fall, als der FC Südtirol Meister wurde und in die Serie C2 aufstieg, während der FC Bozen 96 als Tabellen-Drittletzter zurück in die Oberliga musste. Jene Saison hatte Rekordcharakter, denn mit Trient, Mezzocorona, Arco und Settaurense waren auch 4 Klubs aus dem Trentino dabei. Wer also geglaubt hat, dass es noch nie eine Serie- D-Meisterschaft mit mehr als 4 Vereinen aus der Region gegeben hat (so wie heuer mit Virtus, St. Georgen, Trient und Levico), der hat sich getäuscht. Welche Meisterschaft können wir uns erwarten? Das weiß zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Fußball-Radius eigentlich niemand so richtig. Erst heute (!) soll laut Verbandsangaben die Einteilung der Kreise erfolgen, gleichzeitig die Spielkalender erstellt werden. Aber das hieß es letzte Woche auch, als die Kreiseinteilung und die Kalender zunächst für 22. August und dann für 25.August vorgesehen waren. Fakt ist, dass in den letzten Tagen hinter den Kulissen „gepackt’lt“ und „verhandelt“ wurde ohne Ende. Unter den insgesamt 168 Serie-D-Teams aus ganz Italien (gespielt werden soll in 3 20-er-Kreisen und 6 18-er-Kreisen) sind mit Avellino, Bari und Cesena auch einige mit ruhmvoller Profivergangenheit. Sie haben alle ein Interesse daran, in möglichst „leichten“ Gruppen Schoss im Vorjahr Levico mit 21 Toren fast alleine zum Klassenerhalt und stürmt heuer für Trient: Fabio Bertoldi aus Salurn. eine schnelle Rückkehr in den Profifußball zu schaffen. Deswegen wird typisch „all’italiana“ mit Verbandsfunktionären darüber verhandelt, wie man die einzelnen Kreise am vorteilhaftesten einteilen kann. Die Gruppeneinteilung ist auch für die 4 regionalen Vereine von fundamentaler Bedeutung. Einhelliger Tenor: Den Lombardei-Kreis meiden und dafür im Venetien-Kreis mitspielen. Das bringt 2 Vorteile: Zum einen sind die Reisestrapazen bei den Auswärtsspielen geringer, zum anderen wird er sportlich als nicht derart extrem anspruchsvoll eingestuft wie jener der Lombardei. Die Chancen der Südtiroler In der Ruhe liegt die Kraft. Unter diesem Motto bestreiten sowohl Oberliga-Meister Virtus Bozen als auch Sensations-Italienpokalsieger St. Georgen die Serie D 2018/19. Anstatt auf dem Transfermarkt groß zu klotzen und zu glauben, nur Spieler von außerhalb der Region sind das Gelbe vom Ei, wird weiterhin auf bewährte Akteure vertraut. Sowohl Virtus als auch die „Jergina“ haben den Großteil ihres letztjährigen Kaders bestätigt und sind zuversichtlich, damit bestehen zu können. Freilich: Während die Konkurrenz ausnahmslos an den Nachmittagen trainiert, ist dies bei beiden Südtiroler Klubs nicht möglich. Dort gehen fast alle Spieler einer Arbeit nach, sodass die 4 bis 5 wöchentlichen Trainings erst am Abend durchgeführt werden können. Südtiroler Klubs in der Serie D Wechselte von Naturns zu Levico: Olaf Stark. Zum Vergleich: Die beiden Trentiner Vereine Trient (mit dem Salurner Fabio Bertoldi im Angriff und dem ehemaligen FC-Südtirol-Coach Claudio Rastelli auf der Bank) und Levico (mit dem Laaser Olaf Stark als Außenstürmer) halten ihre Trainings jeweils nachmittags um 15 Uhr ab, dazu am Samstag vormittag. Zurück zur Serie D 1999/2000: Der FC Südtirol stieg auf, und mit Bozen 96 mussten mit Arco, Settaurense und Mezzocorona 4 Vereine aus der Region absteigen. Was bedeutete, dass es damals 5 Absteiger aus der Oberliga gab. Führen auch heuer als Kapitän ihr Team auf’s Feld: Hannes Kiem (Virtus Bozen, links) und Roland Harrasser (St. Georgen, rechts). Verein Jahre Spiele S U N Tore Gegentore Punkte Pkt./Spiel 1. FC Bozen 96 21 710 212 266 242 678 734 723 1,018 2. Passer Meran 8 252 39 48 63 142 291 272 1,079 3. Oberau Bozen 5 170 52 66 52 170 158 222 1,306 4. St. Georgen 2 74 42 53 81 92 144 72 0,973 5. Virtus Bozen 1 34 8 5 21 31 54 29 0,853 6. SSV Bruneck 1 30 1 9 20 10 48 11 0,367 Anmerkung: Die Meisterschaften vor der Saison 1969/70 wurden nicht berücksichtigt.

Serie D SPORT B 2018 11 Virtus Bozen: Nur nicht wieder runter Nach nur einem Jahr im „Fegefeuer“ der Oberliga startet Virtus Bozen erneut die Mission Serie D. Anders als beim letztmaligen Aufstieg in die vierthöchste italienische Liga blieb diesmal eine wahre Spieler-Revolution aus. Das Hauptziel ist kurzfristig der Klassenerhalt. Mittelfristig will Virtus mit Südtiroler Spielern über Jahre in der Serie D bleiben. Um dieses Ziel zu schaffen, wurde der gesamte Trainerstab mit Alfredo Sebastiani an der Spitze bestätigt. Auch der Spielerkader blieb großteils jener der Oberliga. Eine Transferbombe wurde trotzdem gezündet: Michael Bacher trägt in Zukunft das Virtus-Trikot. Der Mittelfeldspieler aus Freienfeld kann den Boznern mit seiner Erfahrung als jahrelanger Profi-Spieler (u.a. FC Südtirol und Cremonese) entscheidend weiterhelfen. Die meisten Jugendspieler rückten bei Virtus Bozen von der eigenen Jugendabteilung auf. Mit Peter Weiss (Jahrgang 2001) wurde ein vielversprechender Nachwuchstorhüter vom FC Südtirol geholt, der mehr als nur eine Alternative zu Luca Tenderini sein kann. Mit Stefano Barilli spielt bei Virtus der Sohn des Verantwortlichen der sportlichen Leitung beim FC Südtirol, Alessandro Barilli. Trainiert wird 4 Mal in der Woche und das am Abend, weil die meisten Spieler einer Arbeit nachgehen oder studieren. Sollte die Notwendigkeit bestehen, dann könnte Trainer Alfredo Sebastiani auch am Samstagvormittag die Spieler zum Training bitten. Zugänge und Abgänge Zugänge: Michael Bacher (Trient), Fabian Menghin (Kufstein /Regionalliga West Österreich), Antonio Timpone (Ringwood Town FC/9. Liga England), Peter Weiss, Alessandro Stürmer Matteo Timpone Guerra (beide FC Südtirol Jugend), Andrea Pinton (Ciserano), Stefano Barilli (Reggiana), Yassine Bounou, Vincenzo Gencarelli, Matteo Ghersini, Yassir Al Salih (alle eigene Jugend). Abgänge: Mario Masha (Ziel unbekannt), Mirko Danieli (St. Pauls), Alex Debiasi (Lana), Mohamed Majdi (Salurn). Stärken und Schwächen Stärken: Der Großteil des Teams blieb unverändert und nimmt die Euphorie in die Serie D mit. Mit Alfredo Sebastiani haben die Bozner einen Profi-Trainer, der auch für die nötige Ruhe sorgt, wenn es einmal nicht laufen sollte. Mit Michael Bacher im Mittelfeld und Kapitän Hannes Kiem im Abwehrzentrum kann Virtus Bozen geballte Profi-Erfahrung aufweisen. Luca Tenderini, Davide Cremonini, Arnaldo Kaptina und Matteo Timpone waren bereits vor 2 Jahren Bestandteil der Serie D-Mannschaft. Schwächen: Können Matteo Timpone (17 Tore im Vorjahr) und Elis Kaptina (22) ihre Torjägerqualitäten auch in der Serie D unter Beweis stellen? Schwierig wird es, wenn die Routiniers ausfallen. Vor allem die jungen Spieler müssen sich erst an den Serie- D-Rhythmus gewöhnen. Außenverteidiger Simone Davi Prognosen Es wird wieder ein Kampf gegen den Abstieg. Sollte man im Venetien-Kreis landen, dann könnte die Aufgabe leichter zu bewältigen sein. Spielerisch war man auch vor 2 Jahren fast keiner Mannschaft unterlegen, verlor aber viele Punkte in der Schlussphase. Bleiben die Bozner von Verletzungen und Sperren weitgehend verschont, ist der Klassenerhalt sehr wohl machbar. Es wird jedoch ein Kampf bis zum letzten Spieltag. Virtus Bozen Pos. Name Geboren Luca Tenderini 1994 Peter Weiss 2001 Hannes Kiem 1985 Manuel Rizzon 1995 Simone Davi 1999 Yassir Al Salih 1998 Vincenzo Gencarelli 2000 Andj Kicaj 1996 Fabian Menghin 1998 Andrea Pinton 1996 Michael Bacher 1988 Justin Pfeifer 2000 Davide Cremonini 1996 Arnaldo Kaptina 1993 Yassine Bounou 2000 Stefano Barilli 1997 Matteo Forti 1999 Matteo Ghersini 2000 Antonio Timpone 2000 Matteo Timpone 1993 Elis Kaptina 1986 Indrit Koni 1999 Daniele Balzamà 1999 Jacopo Marini 1998 Alessandro Guerra 2000 Alfredo Sebastiani (bestätigt) Alberto Ceron (Co-Trainer) Fabrizio Galvan (Torwart-Trainer) Paolo Visintainer (Athletik-Trainer) Tor Abwehr Mittelfeld Angriff Trainer AC Virtus Bozen Heimspielplatz: Drususstadion Bozen Cadornastraße 25 | 39100 Bozen Tel. 0471 270 696 segreteria@acvirtusbolzano.com www.acvirtusbolzano.com

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