Aufrufe
vor 3 Jahren

Energie & Umwelt 2015

  • Text
  • Energie
  • Bozen
  • Zeitung
  • Unternehmen
  • Gemeinden
  • Busse
  • Projekt
  • Wasser
  • Syneco
  • Italien
  • Radius
  • Umwelt

aktuell 24

aktuell 24 06/2015 06/2015 25 aktuell Foto: Tourist Info Sand in Taufers / Campo Tures Energie- und Klimaprogramm für Gemeinden Sand in Taufers: erste zertifizierte KlimaGemeinde Südtirols Gemeinden sind wichtige Gestalter für eine ressourcenschonendere Zukunft: Sie tätigen Investitionen in energieeffiziente Technologien, erarbeiten nachhaltige Mobilitätskonzepte und beschließen Energiesparmaßnahmen im öffentlichen Gebäudesektor. Damit übernehmen sie auch eine Vorbildfunktion für Bürger und ansässige Unternehmen. Das KlimaGemeinde- Programm, das von der Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus in Kooperation mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige entwickelt wurde, unterstützt Gemeinden dabei, ein nachhaltiges Energie- und Umweltmanagement zu erarbeiten, umzusetzen und dessen Wirksamkeit zu prüfen. Das KlimaGemeinde-Programm basiert auf dem European Energy Award®, einem europaweit einheitlichen und anerkannten Energiemanagementsystem für Kommunen zur Energieeffizienzsteigerung und zur Steigerung einer bewußten Nutzung natürlicher Ressourcen. Im Mittelpunkt steht ein kontinuierlicher Optimierungssprozess der gesamten Energieeffizienz der Gemeinde durch innovative, technische und bauliche Lösungen. Das KlimaGemeinde-Programm knüpft damit an europaweite Anstrengungen an, Kommunen verstärkt als Klimaschutzakteure zu positionieren. Teilnehmende Kommunen, die ihre Energie- und Umweltbilanz beständig ver- bessern, werden mit der „KlimaGemeinde-Zertifizierung“ ausgezeichnet. Mit konkretem Instrument zum KlimaLand Südtirol hat sich im Bereich Energie- und Klimapolitik viel vorgenommen. Mit dem im Jahr 2011 verabschiedeten KlimaLand-Plan hat sich die Provinz Bozen zum Ziel gesetzt, den CO 2 -Ausstoß pro Einwohner bis 2020 auf unter 4 Tonnen und bis 2050 auf 1,5 Tonnen zu reduzieren. Derzeit fallen circa 5 Tonnen an klimaschädlichem CO 2 pro Einwohner an. Südtirol will zudem seine Energieautonomie ausbauen. 90 % des Energieverbrauchs sollen bis 2050 ausschließlich mit lokalen und regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Um diese Ziele zu erreichen, ist die Einbindung von Gemeinden notwendig. Mithilfe eines Energie- und Umweltmanagement-Plans können Gemeinden evaluieren, in welchen Bereichen sie Maßnahmen ergreifen können, um Energie und natürliche Ressourcen einzusparen. Beispielsweise können sie die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Systeme umstellen, in energieeffiziente Anlagentechnik von Schwimmbädern investieren, klimafreundliche Stromerzeugung durch den Ausbau erneuerbarer Energien fördern, das Mobilitätskonzept in der Gemeinde fahrradfreundlicher gestalten, oder kommunale Gebäude wie Schulen und Ämter energetisch sanieren. Weitsichtige Energie- und Umweltmanagementpläne Es existiert kein Universalansatz für die Erstellung eines Energie- und Umweltmanagementplans. Vielmehr müssen lokale Herausforderungen und Potenziale betrachtet werden, um sinnvolle und zielführende Maßnahmen zu erarbeiten. Das KlimaGemeinde Programm leistet dabei Hilfestellung. In der Gemeindeverwaltung wird die Arbeitsgruppe „Energy Team“ gebildet, deren Kompetenzen im Bereich Energie und Umwelt geschult werden, um sie bei die Ausarbeitung und Umsetzung des energiepolitischen Arbeitsprogramms zu begleiten. Ein ausgebildeter „KlimaGemeinde Berater“ unterstützt die Gemeinde bei der Erarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen. Darüber hinaus wird ihnen die Energiebuchhaltungssoftware „Energiebericht Online“ zur Verfügung gestellt. Die Software sammelt und wertet Daten zu CO 2 Werten in der Gemeinde sowie zu Energie- und Wasserverbräuchen öffentlicher Gebäude aus. Das Programm unterstützt Gemeinden ebenso dabei die Bevölkerung für die Thematiken Klimaschutz und Energieeinsparungen zu sensibilisieren. Die Teilnahme an dem KlimaGemeinde Programm bietet Kommunen damit wertvolle Dienstleistungen: Sie erhalten eine Reihe von Instrumenten und Know-how zur Entwicklung, Umsetzung und Verifizierung einer nachhaltigen Energiestrategie. Dadurch senken sie langfristig ihre Energiekosten, ihren Ressourcenverbrauch und tun zugleich Gutes für die Umwelt und für die Sicherstellung der Lebensqualität in ihrer Gemeinde. Die KlimaGemeinde Zertifizierung dient zudem dem Standortmarketing. Energie- und Umweltlandesrat Richard Theiner begrüßt das KlimaGemeinde Programm und unterstreicht dessen Wichtigkeit mit folgenden Worten: „Die KlimaGemeinde Zertifizierung ist ein praxisorientierter Impulsgeber für Gemeinden, um aktiven Klimaschutz zu betreiben. In einer KlimaGemeinde zu leben, sollte ein Wunsch aller Bürger sein. Das Programm hilft Gemeinden dabei, dass wir in Zukunft mehr Energie sparen und klimafreundliche Energieträger effizient nutzen, um damit unseren einzigartigen Lebensraum für unsere Nachkommen zu erhalten.“ Weitere Informationen unter www.klimagemeinde.it

© 2017 Weinbergweg 7 | 39100 Bozen | MwSt.-Nr.: IT00853870210 | Tel. 0471 081 561 | Fax 0471 081 569 | info@mediaradius.it