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Energie & Umwelt 2015

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18 06/2015 aktuell 06/2015 19 Die Vertragsunterzeichnung im April 2015 ... Ein 100.000 Kubikmeter fassendes Wasserbecken im Berg Die bahnbrechende Idee war ein knapp 100.000 m³ fassendes Kavernenbecken im Berg hinter dem Kraftwerk (zum Vergleich: die größten Speicherteiche für Beschneiungsanlagen fassen ebenfalls maximal 100.000 m³). Mit Kavernenanlage haben die Eisackwerke schon in Mühlbach für Aufsehen gesorgt, allerdings in anderer Form. „Auch diese Anlage wird nach Fertigstellung wieder zahlreiche Fachbesucher aus aller Welt anziehen“, davon ist Hellmuth Frasnelli fest überzeugt. Mit diesem unterirdischen Staubecken wird dann der derzeitige Schwallbetrieb der Talfer Geschichte sein. Bei Volllast wird ein Teil des Wassers einfach zurück in den Berg geleitet, das Becken wird gefüllt; wenn die Turbinen stillstehen, wird das Becken langsam in die Talfer geleert. Damit erreicht man zwischen Kraftwerk und Mündung in den Eisack einen annähernd gleichbleibenden Wasserstand, unabhängig davon, ob die Turbinen laufen, Strom produziert wird oder nicht. Eisackwerk ist gleich Innovation ... ... und Innovation kostet! Auf diesen einfachen Nenner lässt sich das Projekt bringen; und die komplette Erneuerung der Anlage St. Anton lassen sich die neuen Betreiber auch gehörig was kosten. „Wir gehen von einem Gesamt-Investitionsvolumen von etwa 55 Millionen Euro aus. Diese Summe ist deshalb so hoch, weil wir allein in den Umweltschutz, mit dem Kavernenstaubecken zusätzliche Kosten von etwa ... und die Schlüsselübergabe an Karl Pichler und Hellmuth Frassnelli. 23 Millionen veranschlagen müssen. Wenn man bedenkt, dass bisher absolut gar nichts getan wurde, so ist dies ein weiterer Beweis dafür, dass wir als private Unternehmer nicht nur auf Profit aus sind. Wir nehmen mit unseren innovativen Ideen zu Gunsten von Umwelt und Nachhaltigkeit sehr viel Geld in die Hand“, argumentiert Karl Pichler. „Dazu kommt, dass wir als private Investoren dafür garantieren, dass in erster Linie Südtiroler Firmen und Lieferanten zum Zug kommen, was wiederum über direkte Steuern und Wertschöpfung dem Land zu Gute kommt“, beleuchtet Hellmuth Frasnelli noch den gesamtwirtschaftlichen Aspekt. Zusätzlich zu diesen Investitionen sind noch weitere Millionenbeträge in Form von Umweltgeldern, Konzessionsgebühren, Mietgeldern und Steuern fällig; insgesamt mehr als 8 Millionen Euro pro Jahr. Alles in allem eine Win-Win-Situation für Betreiber und Allgemeinheit. Das bestätigt zu 100 % den Aufmacher der Eisackwerk GmbH auf ihrer Homepage, denn da heißt es: „Das Ziel von Eisackwerk ist die Projektierung und Umsetzung von sicheren, umweltfreundlichen und effizienten Kraftwerken. Die Unternehmensethik stellt die Sicherheit der Bevölkerung sowie den Schutz der Umwelt immer vor den Profit.“ Eisackwerk GmbH Gerbergasse 40 | 39100 Bozen Tel. 0471 977 769 | Fax 0471 977 466 info@eisackwerk.it | www.eisackwerk.it Die größten Wasserkraftwerke Mit Wasserkraft elektrische Energie zu gewinnen ist effizient, relativ kostengünstig und (meist) sehr umweltfreundlich. Speicherbecken und Flusskraftwerke gibt es weltweit in Dimensionen, die für alpenländische Verhältnisse kaum zu begreifen sind. Nachstehend drei Tabellen über die größten Wasserkraftwerke der Welt. Aufgelistet nach Leistung in Megawatt (MW) und nach Höhe und Länge der Staudämme. Dass bei den leistungsstärksten Talsperren Länder wie China, Brasilien, Venezuela, Myanmar und Russland die Nase vorne haben, liegt wohl auch daran, dass die Umweltauflagen bei derartig gigantischen Projekten weit unter dem mitteleuropäischen Standard liegen. Der Drei-Schluchten-Damm vom Jangtsekiang Auf den ersten Blick ist der Damm tatsächlich beeindruckend. Nach 17 Jahren Bauzeit wurde das mit 185 Metern Höhe und über 2.309 Metern Länge weltweit größte Bauwerk seiner Art im Juni 2006 fertig. Als Talsperre staut es den Oberlauf des Jangtsekiang zu einem 650 Kilometer langen See (zum Vergleich Luftlinie vom Brenner bis Rom). Bei der Planung des Damms hatte Chinas Führung alle in- und ausländischen Warnungen vor den ökologischen, geologischen und ökonomischen Problemen ignoriert. Das umgerechnet etwa 20 Milliarden Euro teure Projekt hat mit 26 Großturbinen ebenso viel Kapazität zur Stromerzeugung wie 18 Atomkraftwerke. „Trotz aller wirtschaftlichen Erfolge des Damms bestehe fortlaufender Ausbruchprofil Stollenachse Überlaufkanal

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