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Energie & Umwelt 2014

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54 05/2014 themenbereich service 05/2014 55 Gas selbst erzeugen: mit Holzpellets Abfall ist nicht nur einfach Müll Längst sind die Zeiten vorbei, als noch alles, was nicht gebraucht wurde, einfach in der Mülltonne landete. Recycling heißt es heute. Wertstoffe, also Papier, Glas, Karton, Metall und Plastik, werden gesondert entsorgt, auch Biomüll wird separat gesammelt. Doch wo landet unser Müll danach? Spätestens mit der privaten Tonne und den steigenden Tarifen für den Restmüll ist in jedem Haushalt Mülltrennung angesagt. So mancher fragt sich angesichts der vielen Sammelbehälter und unklaren Vorgaben, ob sich diese Mühe wirklich lohnt. Landet nicht alles zum Schluss gemeinsam in der Verbrennungsanlage? Nein, heißt ganz klar die Antwort seitens der Umweltbetriebe SEAB, die in Bozen für die Abfallentsorgung verantwortlich ist. „Papier, Glas Plastik, Metall und Karton sind wertvolle Rohstoffe, die wiederverwendet werden können. Deshalb lohnt sich aus ökologischer Sicht die Trennung immer. Außer mit Karton wird durch die Trennung kein ökonomischer Gewinn erzielt, doch die gesonderte Sammlung verursacht geringere Kosten als die Verbrennung im Ofen“, betont die Pressesprecherin des Umweltbetriebes, Valentina Princigalli. „Die Müllentsorgung wird für den Bürger immer ein Minusgeschäft sein, doch die Kosten hängen vom bewussten Handeln eines jeden Einzelnen ab. Das Beste ist, das eigene Konsumverhalten zu prüfen und Müll zu vermeiden“, erklärt sie. Gute Trennung bedeutet Sparen Vor allem illegale Ablagerungen an den Sammelstellen oder am Straßenrand und unsachgemäßes Trennen treiben die Kosten in die Höhe. In Bozen sind täglich Mannschaften unterwegs, um den liegengelassenen Müll der anderen wegzuräumen, die auf Kosten der Mitbürger sparen. Und eigentlich wäre alles ganz einfach, wenn alles dort landen würde, wo es hingehört. „In die Plastiktonnen gehören ausschließlich Verpackungsmaterialien. Das Prinzip funktioniert ähnlich dem Grünen Punkt in Deutschland. Alle Produzenten von Verpackungen zahlen an den Verband CONAI (consorzio nazionale imballaggi) einen Beitrag, der für das Einsammeln und Recycling des Materials verwendet werden muss“, berichtet Valentina Princigalli. Pro gesammelte Tonne erhalten die Gemeinden eine Vergütung. Je reiner das Material ist, umso höher ist sie. Das Material wird an Aufbereitungsfirmen versteigert, Valentina Princigalli und danach energetisch recycelt oder aufgearbeitet. Allerdings bestehen bei Plastik große Qualitätsprobleme. Oft ist es stark verschmutzt oder ungeeignetes Material wird eingeworfen. Deshalb wird immer vorsortiert. Diese Probleme treten weniger bei Papier auf. Es wird in eine Fabrik bei Peschiera zur Aufbereitung gebracht. Auch Altglas und Metall sind begehrte Waren. Gut 90 Prozent des produzierten Glases enthält inzwischen Recyclingglas. Das spart nicht nur Rohstoffe, sondern auch Energie, denn die Schmelztemperatur sinkt bei Zugabe von Altglas. Auch die Materialien der Tetrapack können in Zukunft in einer Fabrik in Verona wieder verarbeitet werden. Allerdings erfolgt die Sammlung ausschließlich im Wertstoffcenter in der Industriezone. Energie aus Biogas Meist kann man es schon aus den Biotonnen riechen, wenn Nahrungsmittel anfangen zu gären. Mit Hilfe dieses natürlichen Prozesses, der in der Biogasanlage in Lana mit Bakterien beschleunigt wird, wird ein Methangasgemisch erzeugt. Durch die Verbrennung kann umweltfreundlicher Strom gewonnen werden. Doch nicht alle Materialien sind geeignet. Eierschalen, Knochen oder Kerne sind zu hart für eine schnelle Zersetzung. Sie lagern sich auf dem Boden der Anlage ab und behindern so den Betrieb der Anlage. Diese Materialien gehören deshalb in den Restmüll. Das billigste System ist und bleibt: Bewusster kaufen und leben und dabei Müll jeglicher Art vermeiden. Weniger wegwerfen und Brauchbares verkaufen oder verschenken. Das schont den Geldbeutel, vor allem aber die Umwelt. In Zeiten stetig steigender Preise für fossile Brennstoffe und der damit verbundenen Suche nach alternativen Energieträgern hat sich die Burkhardt GmbH aus Bayern auf hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen spezialisiert – u.a. mittels der Vergasung von Holzpellets. Als Gebäudetechnikspezialist konnte sich Burkhardt mit den Bereichen Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär in Deutschland in den letzten 30 Jahren bereits einen Namen machen. 2005 erweiterte sich das Produktportfolio um den Bereich Energietechnik mit seinen Blockheizkraftwerken auf Pflanzenölbasis bis schließlich nach intensiver Forschung eine alte Technik zu neuem Leben erweckt und ein serienreifer Holzgasmotor mit dazugehörigem Holzpelletvergaser präsentiert werden konnte. Südtirol als bedeutender Markt Seit Gründung der Burkhardt Energietechnik zählt Italien, vor allem auch Südtirol, zu den wichtigsten Absatzmärkten für Burkhardt Blockheizkraftwerke. Um einen erstklassigen Service zu gewährleisten und die räumliche Distanz zum immer größer werdenden Kundenstamm zu minimieren, wurde 2010 die Burkhardt Italia GmbH in Bozen gegründet. Von hier aus werden Service und Betreuung für die italienischen Abnehmer koordiniert. „Südtirol liegt genau in der Mitte unseres Kundenraums“, erklärt Claus Burkhardt, Vertriebsleiter der Firmengruppe. „Zudem passt die Südtiroler Mentalität zu uns, nicht nur in Bezug auf den Klimaschutz und Erneuerbarer Energien“, fügt er hinzu. Zusammen mit Servicepartnern vor Ort können flächendeckend über 60 Anlagen in Italien problemlos erreicht werden. Dabei werden die unterschiedlichsten Branchen mit umweltfreundlicher Energie versorgt, wie z.b. Betriebe der Landwirtschaft oder Holz- und Bauindustrie sowie diverse Nahwärmekonzepte. Für Interessenten bietet sich in der Region jedes Jahr die Gelegenheit, das Unternehmen mit seinen Produkten auf der Energiemesse Klimaenergy, unweit von der Niederlassung in Bozen, persönlich kennenzulernen. Auch als attraktiver Arbeitgeber bietet Burkhardt ein interessantes Tätigkeitsumfeld. Ganz aktuell wird z.B. ein BHKW-Techniker für die Niederlassung Bozen gesucht. Näheres unter www.burkhardt-gmbh.de/it/carriera/ FÜR DIE GRÜNE ZUKUNFT SÜDTIROLS BURKHARDT HOLZVERGASER V 3.90 • Brennstoff Holzpellets • Elektrische Leistung 180 kW • Thermische Leistung 270 kW • Anlagenwirkungsgrad netto el. > 30% • Gesamtwirkungsgrad > 75 % • CO2 -Einsparung bis 1000 t/a • Monitoring, Service, Fernzugriff, etc. Leistungsdaten in Kombination mit Burkhardt BHKW HG 180 Zwillingsanlage in Meran mit 360 kW elektrischer Leistung Burkhardt GmbH . Kreutweg 2 . D-92360 Mühlhausen www.burkhardt-gmbh.com

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