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Energie & Umwelt 2014

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20 05/2014 service service 05/2014 21 Die Kraftwerke der SEL produzieren erneuerbare Energie, bei deren Herstellung kein CO 2 entsteht. Das Wasserkraftwerk Sarnthein produziert jährlich rund 87 GWh Strom. Die SEL-Gruppe gehört zu den größten Unternehmen im Südtiroler Energiesektor und deckt alle Bereiche der Energieversorgung ab: von der Produktion über die Verteilung bis hin zum Verkauf. Darüber hinaus betreibt die Unternehmensgruppe zusammen mit den jeweiligen Gemeinden fünf Fernheizwerke und engagiert sich für den effizienten Einsatz von elektrischer Energie, zum Beispiel durch die Förderung der Elektromobilität. Somit leistet die SEL einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und sicheren Energieversorgung Südtirols, insbesondere durch erneuerbare und heimische Energieträger. Über das rund 5.300 Kilometer lange Netz der Verteilergesellschaft SELNET wird der nachhaltig produzierte Strom in weiten Teilen Südtirols verteilt. Gesteuert wird das Stromnetz durch die zentrale Netzleitstelle der SEL in Bozen. Von hier aus überwachen die Mitarbeiter an 365 Tagen rund um die Uhr die Stromversorgung der Gemeinden und Städte im Versorgungsgebiet. In Echtzeit werden sowohl die normalen Netztätigkeiten abgewickelt als auch auftretende Störungen behandelt. Diese werden entweder direkt von der Netzleitstelle aus oder von den zuständigen Technikern vor Ort so schnell wie möglich behoben. Wasserkraft mit Tradition Der zertifizierte grüne Strom der SEL-Gruppe wird in den insgesamt 37 Südtiroler Wasserkraftwerken produziert, die von dem Energieunternehmen in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Gemeinden betrieben werden. Ein Großteil der Anlagen stammt aus der Nachkriegszeit der 1950er- und 1960er-Jahre. Das älteste Wasserkraftwerk der SEL-Gruppe ist jenes in Marling bei Meran und wurde noch vor dem Zweiten Weltkrieg errichtet. Es wurde im Jahr 1925 in Betrieb genommen und sollte in erster Linie die neuen Industriebetriebe in Meran/Sinich mit elektrischer Energie versorgen. Heute wird es von der SEL-Tochtergesellschaft Hydros betrieben und produziert jährlich durchschnittlich 253 Gigawattstunden (GWh) Strom. Das reicht, um den Jahresbedarf von rund 72.000 Haushalten zu decken (berechnet mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 kWh). Ein weiteres historisches Wasserkraftwerk und gleichzeitig das größte in Südtirol ist die Anlage in Kardaun bei Bozen. Die Inbetriebnahme erfolgte im Jahr 1929, die mittlere Jahresproduktion liegt bei 622 GWh, was dem Jahresbedarf von mehr als 170.000 Haushalten entspricht. Seit 2010 wird das Kraftwerk von SE Hydropower betrieben, einer Gesellschaft von SEL und ENEL. Modernisierung der Wasserkraftwerke In den nächsten Jahrzehnten werden die bestehenden Anlagen laufend auf den letzten Stand der Technik gebracht werden, um die Effizienz und die Sicherheit der Kraftwerksanlagen zu erhöhen. Die SEL investiert große Summen in die Modernisierung und Leistungssteigerung ihrer Anlagen, was zu einem Mehrwert für die lokale Wirtschaft aber auch für die Bevölkerung führt. Vor zwei Jahren wurden die drei großen Anlagen in Lappach, Mühlen in Taufers und Sarnthein komplett erneuert. Dabei wurden die Turbinen, Generatoren und Transformatoren ausgetauscht, die elektrische Schaltzentrale an die neuen Erfordernisse angepasst und verschiedene Arbeiten an den Staubecken und Druckrohrleitungen durchgeführt. Für die Planung und Koordinierung der Arbeiten in Mühlen in Taufers war der Bereich Engineering & Consulting der SEL verantwortlich. Dort arbeitet ein Team von Ingenieuren und Technikern, darunter Maschinenbauer, Mechatroniker, Konstrukteure und Vermessungstechniker. Sie haben nicht nur Erfahrung in der Modernisierung und Wartung von Wasserkraftwerksanlagen, sondern auch im Bau von neuen Anlagen. Das Wasserkraftwerk Marling aus dem Jahr 1925 Das Wasserkraftwerk Wiesen-Pfitsch ging 1927 in Betrieb. 365 Tage 24 Stunden ist die Netzleitstelle besetzt. Neue Turbinen und Generatoren im Kraftwerk Sarnthein

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