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Energie & Umwelt 2014

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16 05/2014 themenbereich service 05/2014 17 Small is beautiful Neue Herausforderungen Ohne die vielen kleinen und mittleren Unternehmen und Genossenschaften wäre die Südtiroler Energiewirtschaft kaum vorstellbar. Das ist ein Standortvorteil, der uns von anderen Regionen unterscheidet. Man muss ihn nur nutzen. Südtirol als Modell für Europa? Warum nicht? Der Boom der erneuerbaren Energie stellt in vielen Ländern über Jahrzehnte gewachsene Strukturen in Frage. Städte und Gemeinden eignen sich ehemalige Stadtwerke neu an oder übernehmen die Stromverteilung, kleine und mittlere Akteure machen plötzlich Großkonzernen Konkurrenz. Wind, Sonne und Wasser lassen sich am besten dezentral und den örtlichen Bedürfnissen gemäß nutzen. In Südtirol hat diese Entwicklung schon Ende des 19. Jahrhunderts begonnen. Und das ist gut so. Denn wir müssen nichts nachholen. Energie von daheim – nachhaltig und bodenständig Die Statistik belegt diesen Vorteil: 2012 arbeiteten von den 140 Stromverteilern in Italien immerhin 53 in Südtirol. Natürlich beherrschen die Großverteiler SEL NET-AG und die Etschwerke Netz AG den einheimischen Markt – aber die übrigen 51 Verteiler (mit den Stadtwerken Bruneck und Brixen) versorgen heute mehr als 60.000 Kunden mit Strom. Mehr als 15 Prozent der Südtiroler Stromproduktion beliefern 966 Wasserkraftwerke mit einer mittleren Nennleistung von weniger als drei Megawatt – und schon heute werden viele dezentral aufgestellte Anlagen genossenschaftlich geführt. „Diese Vielfalt, um die uns viele beneiden, hat der Südtiroler Energieverband immer als Standortvorteil verstanden. Daher sollten wir in unserem Land Pluralismus wagen – auch in der Energiewirtschaft“, erklärt dazu der Präsident des Südtiroler Energieverbands, Hanspeter Fuchs. Das Südtiroler Energienetzwerk ist also dicht geknüpft – und entsprechend belastbar. Aber gerade dieser bodenständig und bürgernah aufgestellte Unternehmenspool, der aus vielen kleinen und mittleren Betrieben besteht, wird auf die Zulieferung von umfassenden Service- Leistungen angewiesen sein, um am Markt bestehen zu können. Denn nicht alle kleinen und mittleren Betriebe können alle Dienste selbst entwickeln. Der Südtiroler Energieverband, in dem viele dieser Energieunternehmen zusammengeschlossen sind, will dieses Segment der Südtiroler Energiewirtschaft als kompetente, zukunftsfähige und verlässliche Dienstleistungsplattform tragen. Ein starker Partner – mit Visionen Mit Fachwissen und seinen Zukunftsentwürfen prägt der Südtiroler Energieverband schon heute die einheimische Energiewirtschaft. Heute gehören dem Verband 305 Mitglieder an und darunter sind 119 Wasserkraftwerke, 55 Heizwerke und 157 Photovoltaikanlagen. Der Verband vertritt 192 Unternehmen, 33 Gemeinden und öffentliche Körperschaften sowie 80 Genossenschaften und Konsortien – und ist auch deshalb aus der Südtiroler Energielandschaft nicht mehr wegzudenken. Die Energiewirtschaft ist im Wandel. „Wir sollten die Energieversorgung daher neu überdenken und bereit sein, in Innovation zu investieren“, rät der Geschäftsführer des Südtiroler Energieverbands, Rudi Rienzner. Mit gutem Grund: Denn aus Energieversorgungsunternehmen, die es gewohnt sind, ausschließlich Energie zu verkaufen, werden vielseitige Energiedienstleister mit zahlreichen Zusatzangeboten. „Smarte Konsumenten“ werden dann umfassende Servicepakete wie etwa Glasfaserverbindungen erwerben – und eben nicht mehr nur Strom und Wärme konsumieren. Die technischen Anforderungen an Elektrische Energieversorgungsnetze haben in den letzten Jahren drastische Änderungen erfahren. Vor allem der massive Ausbau von Produktionsanlagen aus regenerativen Quellen sowie neue Entwicklungen zum Beispiel in der Messtechnik und neue Qualitätsnormen sind Treiber des Wandels. Viele Netze haben heute die Kapazitätsgrenze erreicht, was neben dem Ausbau der Versorgungsleitungen auch die Netzführung und Qualität der Stromlieferung vor neue Herausforderungen stellt. Psaier&Unterberger energy.studio mit seinen spezialisierten Beratern und Ingenieuren ist seit vielen Jahren der kompetente Ansprechpartner und führen zusammen mit dem Verteiler auf Basis der Anforderungen und Daten eine Soll-/Ist-Analyse durch. Martin Unterberger, der Leiter des Studios, ist eine weithin anerkannte Fachkraft und Experte für die Optimierung von Energienetzen. Seine Aussage: „Als Verteiler sollten Sie nicht warten, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist, sondern proaktiv Analyseinstrumente einführen, welche Ihnen erlauben, Schwachstellen zu erkennen.“ Gemeinsam werden Schwachpunkte sowohl aus technischer und wirtschaftlicher, wie auch aus rechtlicher Sicht (Arbeitssicherheit, Bestimmungen der Regulierungsbehörde) dargestellt und die für den Kunden optimale Lösung erarbeitet. Zudem fließen auch die Anforderungen an eine Netzautomatisierung (smart grid) und -regelung in die Projekte mit ein. Die notwendigen Maßnahmen werden zusammen mit dem Kunden auch als mehrjähriges Investitionsprogramm umgesetzt. Alois Hinteregger, Präsident der E-Werk Genossenschaft Lüsen, ist überzeugt und teilt mit, dass „unsere Genossenschaft seit Jahren eine enge Partnerschaft mit der Firma verbindet, v.l.: Stefan Zimmerhofer, Eugen Psaier, Giuseppe Gemma und Martin Unterberger Leistungen Ingenieurleistungen: Projektierung von Anlagen zur Energieerzeugung und -verteilung, Genehmigungsverfahren, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung; Studien, Beratung: Förderungen, Anlagenoptimierung, Strategieberatung, Gesamtkonzepte; Spezialleistungen: Netzanalysen, Lastflussberechnungen, Last- und Produktions-Management, Automatisierung (smart grid), Einführung von Netzleitsystemen. wo wir einen kompetenten, unabhängigen Berater und Dienstleister haben, auf welchen wir in dieser äußerst komplexen Materie keineswegs verzichten möchten.“ Wie die Ergebnisse aus einer Vielzahl bereits umgesetzten Projekten zeigen, können aufgrund sorgfältiger Analysen und Berechnungen die optimalen Lösungen für den Kunden ermittelt werden. Von Seiten des Psaier&Unterberger energy.studio werden neben der Analyse und Planung alle notwendigen Leistungen wie die Abstimmungen mit Behörden nebst den entsprechenden Genehmigungsverfahren wie auch die Verfahren mit den übergeordneten Netzverteilern erbracht, sowie in der Ausführungsphase auch die Bauleitung und Abrechnung. Bei einem persönlichen Beratungsgespräch, welches unter der unten angegebenen Nummer vereinbart werden kann, werden Abschätzungen der notwendigen Maßnahmen vorgenommen. INFO Psaier&Unterberger energy.studio Julius-Durst-Straße 6 | 39042 Brixen Tel. 0472 275 300 | Fax 0472 275 310 martin.unterberger@energy-dis.it | www.energy-dis.it INFO Südtiroler Energieverband Raiffeisenstr. 2 | 39100 Bozen Tel. 0471 064 400 info@sev.bz.it | www.sev.bz.it

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