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Eishockey 2019/20

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4 SPORT B

4 SPORT B 2019 EBEL: Allgemein Trio hebt sich von der Konkurrenz ab Klagenfurter AC, Red Bull Salzburg oder die Vienna Capitals? Eine dieser 3 Mannschaften dürfte am Ende der 17. Saison der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) wohl die Meistertrophäe in die Höhe stemmen. Nach dem Rückzug von Medvescak Zagreb sind nur noch 11 Teams in der grenzüberschreitenden Meisterschaft übrig geblieben. Die EBEL-Spitze und Geschäftsführer Christian Feichtinger hatte lange Zeit gehofft, dass entweder Slovan Bratislava oder Laibach den Platz der Kroaten einnehmen würden. Weil auch Feldkirch eine mögliche Teilnahme vorerst aufgeschoben hat und MAC Budapest in der slowakischen Liga glücklich geworden ist, werden nur noch 11 Klubs um die Karl-Nedved-Trophäe kämpfen. Das bedeutet, dass an jedem Spieltag eine Mannschaft zuschauen muss. Die Spannung wird darunter aber bestimmt nicht leiden. Obwohl ein Trio zu favorisieren sein wird, kann erneut mit einer ausgeglichenen Meisterschaft gerechnet werden. In der vergangenen Saison endeten 42 Prozent aller Spiele mit nur einem Tor Unterschied. Im Play-off stieg dieser Wert sogar auf 56 Prozent. Die 15 Verlängerungen im Playoff bedeuteten nicht nur einen neuen Ligarekord, auch im internationalen Vergleich lag die EBEL damit ganz vorne. EBEL: Ehrentafel 2003/04 KLAGENFURTER AC 2004/05 VIENNA CAPITALS 2005/06 VILLACHER SV 2006/07 EC RED BULL SALZBURG 2007/08 EC RED BULL SALZBURG 2008/09 KLAGENFURTER AC 2009/10 EC RED BULL SALZBURG 2010/11 EC RED BULL SALZBURG 2011/12 BLACK WINGS LINZ 2012/13 KLAGENFURTER AC 2013/14 HCB SÜDTIROL 2014/15 EC RED BULL SALZBURG 2015/16 EC RED BULL SALZBURG 2016/17 VIENNA CAPITALS 2017/18 HCB SÜDTIROL 2018/19 KLAGENFURTER AC -Infografik: M. Lemanski An der Spitze ist in diesem Winter ein Dreikampf zwischen den „großen 3“ österreichischen Teams Klagenfurt, Salzburg und Wien zu erwarten. Der KAC ist im Vergleich zur letzten Saison nahezu unverändert geblieben. Salzburg hat sich gezielt verstärkt. In der Mozartstadt kann der neue Trainer Matt McIlvane mit Brandon Mikkelson, Chad Kolarik, Derek Joslin oder Bud Holloway auf mehrere Superstars, die bereits NHL-Luft geschnuppert haben, zurückgreifen. Wien hat mit dem Ex-Bozner Chris DeSousa zwar den letztjährigen Topskorer der Liga verloren, wird aber erneut ganz vorne mitmischen. Die ersten Herausforderer dürften der HCB Südtirol Alperia, Champions- Hockey-League-Teilnehmer Graz, Linz und Fehervar sein. Dieses Quartett wird wohl die verbliebenen 2 Plätze in der Platzierungsrunde, die die direkte Play-off-Teilnahme bedeuten, unter sich ausmachen. Die Südtiroler schicken – wie gewohnt – eine rundum erneuerte Mannschaft ins Rennen. Die Steirer haben den Abgang einiger Leistungsträger kompensiert, während die Oberösterreicher 4 Spieler in Rente geschickt haben und nach der verkorksten letzten Saison (Platz 7) etwas gut zu machen haben. Die Ungarn haben sich indes bei der Konkurrenz bedient und gleich 5 Spieler von letztjährigen Gegnern unter Vertrag genommen. Um das 8. und letzte Play-off-Ticket werden die restlichen 4 Klubs Znojmo, Villach, Innsbruck und Dornbirn kämpfen. EBEL: Teilnehmende Mannschaften TSCHECHIEN ORLI ZNOJMO EHC BLACK WINGS LINZ VIENNA CAPITALS Wien EC RED BULL SALZBURG DORNBIRNER EC HC INNSBRUCK ÖSTERREICH EC GRAZ 99ERS FEHERVAR Szekesfehervar SÜDTIROL VILLACHER SV HCB SÜDTIROL ALPERIA -Infografik: M. Lemanski Bozen KLAGENFURTER AC UNGARN

EBEL: HCB Südtirol Alperia SPORT B 2019 5 Die Mannschaft ist der Star Nicht nur die Fans des HCB Südtirol freuen sich auf die 7. Saison in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Auch Bozens Sportdirektor Dieter Knoll ist froh, dass es endlich losgeht. Schließlich hat ihm die neu formierte Mannschaft in den vergangenen Wochen und Monaten so manche schlaflose Nacht bereitet. Die Mühen dürften sich aber erneut ausgezahlt haben. Der 2-fache EBEL-Meister schließt seine Kaderplanung traditionell später ab als die Konkurrenz. Heuer zogen sich die Transferaktivitäten der „Weiß-Roten“ aber ungewohnt in die Länge. Als vorerst letzter Spieler hat Brett Flemming eine Woche vor Meisterschaftsbeginn ein gültiges Arbeitspapier beim HCB unterschrieben. Zu diesem Zeitpunkt fehlte noch ein Stürmer. „Es ist einfach nur frustrierend. So macht das alles keinen Spaß mehr. Ich habe mich noch nie so schwer getan, die Mannschaft zu bilden wie heuer“, stöhnte Dieter Knoll rund 7 Wochen vor dem 1. Puckeinwurf. Die Gründe für die schleppenden Verhandlungen mit den Agenten und Spielern waren vielfältig. „Zum einen bereitete mir die Punkteregel immer wieder Kopfzerbrechen. Unsere einheimischen Spieler sind im Punkteranking um einen halben oder sogar einen ganzen Punkt angestiegen. Brauchbare Null-Punkte-Spieler, das heißt Spieler, die nach 1996 geboren sind und den italienischen Pass haben, sind kaum zu finden. Zum anderen sind die Gehälter in den nordamerikanischen Minor Leagues kometenhaft angestiegen“, sagte der HCB-Boss, der jeden Euro 2 Mal umdrehen muss, bevor er ihn ausgibt. Trotzdem ist es dem Sportdirektor gemeinsam mit seinem Sohn Georg und Michael Dalpiaz erneut gelungen, eine schlagkräftige Truppe ins Rennen zu schicken, die in erster Linie ein Ziel erreichen soll. „Wir wollen zum 7. Mal hintereinander ins Play-off. Am liebsten wäre mir natürlich, wenn wir dieses Ziel auf direktem Wege erreichen würden. Dazu müssten wir nach dem Grunddurchgang in den Top-5 sein und uns für die Platzierungsrunde qualifizieren“, gibt der Sportdirektor die Marschroute vor. Eine Woche nach dem Viertelfinal-Aus in Klagenfurt gab es den längst zur Tradition gewordenen „Botto delle otto“ („Knall um 8“). Am 29. März flatterte um 20 Uhr die erste Pressemitteilung in die Redaktionen. Diese beinhaltete die Vertragsverlängerung von Leland Irving. Der kanadische Torhüter ist einer von 9 bestätigten Spielern aus der ©Anita Augscheller HANDWERK PUR. Lana . T 0473 56 15 09 www.gamperdach.it

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