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Bauen, Sanieren & Wohnen 2013

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30 01/2013 aktuell aktuell Ein schützendes Dach überm Kopf Das Dach nimmt eine große Fläche des Hauses ein und prägt die Optik jedes Gebäudes und das Erscheinungsbild seiner Umgebung entscheidend. Traditionen, Baustil des Hauses, Lage und Klima bestimmen bei der Entscheidung, was dem Haus aufgesetzt wird. Egal, ob primitive Hütte oder Luxusvilla, das Dach hat seit jeher eine wichtige Funktion: Schutz vor Regen, Schnee, Wind, Hitze oder Kälte, aber auch vor Feuer, Strahlung, Ablagerungen und Schadstoffen. Das Dach ist zudem ein sehr ausdrucksstarkes, architektonisches Mittel, dass die Gestalt und das Aussehen eines Gebäudes mitbestimmt und deshalb von Planern durch die vielen Auswahlmöglichkeiten bewusst eingesetzt wird. In jeder Region hat sich über Jahrhunderte ein eigener, typischer Baustil herausgebildet, bei dem auch die Dachform eine entscheidende Rolle spielte. Schon von weitem stechen die schindelgedeckten Dächer alter Bauernhäuser oder die spitzen Giebel der Bürgerhäuser in den Städten ins Auge und prägen somit das Orts- oder Landschaftsbild. Dies gilt auch für Südtirol, wo selbst im Baustil der verschiedenen Täler große Unterschiede auffallen. Dachformen in großer Vielfalt Die historische Form des Dachs ist das Walmdach, das an allen Seiten heruntergezogene Dachflächen aufweist und so idealen Schutz und Stabilität bietet. Die Dachflächen der Giebelseiten sind oft nur verkürzt abgewalmt. Auch das Zeltdach weist vier gleichgeneigte Dachflächen auf, die von einem zentralen Firstpunkt starten und deshalb ausschließlich quadratischen und rechteckigen Grundrissen vorenthalten sind. Klassisch und zeitlos und deshalb die beliebteste und häufigste Dachform ist im deutschen Sprachraum das Satteldach. Es besteht aus zwei geneigten Dachflächen und vermittelt durch A.Rottensteiner & Sohn KG • Dachsanierungsarbeiten aller Arten • Wärmedämmarbeiten • Dachreparaturarbeiten • Flachdach- und Terrassenabdichtungen • Autokranarbeiten bis 24 m • Einbau von Absturzsicherheitssysteme ( Lebenslinien) Bozen · Max-Planck-Str. 19 | Tel./Fax 0471/270724 Mobil 335/436849 · 329/0508658 | www.dachdecker-rottensteiner.com seine Einfachheit und Geradlinigkeit einen soliden Eindruck. Je nach Niederschlagsmenge und Windstärke des Standortes wird die Dachneigung flacher oder steiler angelegt. Häuser mit Pultdach sparen bei idealer Gebäudeausrichtung Strom- und Wasserkosten, erleichtern die Regenwassernutzung und bieten mehr Platz als ein Satteldach. Dies trifft auch beim Flachdach zu, welches zwar meist wenige gestalterische Highlights zulässt, aber das Abschlussgeschoss ist ohne Dachschrägen flächenmäßig voll nutzbar. Zudem kann die Dachfläche als Terrasse genutzt oder zur Verbesserung des Mikroklimas begrünt werden. Jedem Dach seine „Haut“ Zur Dacheindeckung steht eine Vielzahl von Materialien zur Verfügung: Schiefer, gebrannte Ziegel, Metall, geteerte Dachpappe, Schilf oder Kunststoff und Bitumen bzw. Pflasterung bei Flachdächern. Die Dachform, Dachneigung, örtliche Bauvorschriften oder Vorschriften des Denkmalamtes schränken die Auswahlmöglichkeiten oft ein. Bei der Eindeckung wird in harte, nicht brennbare Materialien wie Tonziegel, Betonsteine oder Schiefer und in weiche, wie Holz oder Stroh unterschieden, die auf dem Unterdach aufgebracht werden. Die Dachneigung ist ein wichtiger Faktor für die Wahl der Materialien. Um regensicher einzudecken, kommen bevorzugt der Falzziegel bei einfachen Dachformen und einer Neigung ab 22 Grad, Flachziegel, wie der Biberschwanz, von Renate Gamper 30 bis 35 Grad und Hohlziegel ab 40 Grad Dachneigung zum Einsatz. „In Südtirol wurden traditionell Mönch und Nonne, also Hohlziegel verwendet. Sie sind immer noch auf vielen älteren Häusern zu sehen. Bei Restaurierungsarbeiten erteilt das Denkmalamt oft die Auflage, diese Eindeckung möglichst originalgetreu zu erhalten“, berichtet die Obfrau der Südtiroler Dachdecker, Renate Gamper. Südtiroler Tradition und Gegenwart Bei der traditionellen Eindeckung wurden die konkaven Nonnen-Ziegel von konvexen Mönch-Ziegeln überdeckt und bildeten durch die Überlagerung einen festen Verband. Bei dieser in ganz Italien typischen Eindeckung sind die Ziegel kleiner und zarter, da sie auf Grund der milden Witterung keinen extremen Witterungen ausgesetzt waren. Zu der traditionellen, regionaltypischen Dacheindeckung gehören auch Schindeln aus Holz, die vor allem in den Tälern zu sehen sind. „Diese Holzdeckungen wurden früher oft selber angefertigt und gedeckt und waren auf Kirchen und Hütten zu finden. Auch sie stehen heute oft unter Denkmalschutz, verschwinden aber allmählich aus dem Bild, denn die Herstellung ist sehr kostspielig“, erklärt Renate Gamper. Inzwischen gibt es in vielen Südtiroler Gemeinden Bauvorschriften, die daraufhin zielen, die bestehende Dachlandschaft zu erhalten und Neubauten möglichst harmonisch in die Umgebung oder der Natur anzupassen. Dennoch sollte gelten: Jedem Haus sein passendes Dach, auch wenn es damit nicht immer in die typische Südtiroler Baulandschaft passt! Fachwissen und Können ist ein Muss Vor allem bei der Erneuerung traditioneller Eindeckungen sollte auf jeden Fall ein Fachmann zum Einsatz kommen. „Es ist nicht nur eine Herausforderung an die traditionelle Handwerkskunst, besonders, wenn komplizierte Dachabwicklungen mit vielen Schrägen oder Unterbrechungen neu einzudecken sind, sondern bei der Dachsanierung der alten Häuser ist der Ausbau ein hochaktuelles Thema. Dabei müssen die neuesten Klimastandards erreicht werden“, berichtet die Obfrau. Schallschutz am Bau Gönnen Sie sich Ruhe! Unsere Beratungsleistungen im Schallschutz: - Beratung in der Planungsphase - Beratung in der Ausführungsphase - Sanierung - Verbesserung Raumakustik Info: Tel. 0472 823312 schall@tophaus.com - www.tophaus.com TopHaus AG - Julius-Durst-Straße 100 - 39042 Brixen Brixen Bozen Meran Trient

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