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Alpine Technologien 2017

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INFO-PR 24

INFO-PR 24 07/2017 aktuell Der Kreislauf des Wassers Die 2. Interalpinen Bautage im Forum Brixen, waren dem Wasser gewidmet: „Wasser, das bestimmende Element in Bau und Natur“, Wasser im urbanen Bereich, beim Tunnelbau (BBT), aber auch im alpinen Bereich, im Kontext zur Schneeproduktion. Andrea Del Frari vom Skirama Kronplatz hat dazu ein viel beachtetes Referat gehalten. Der Kronplatz vermarktet sich als „Skiberg Nummer eins“. Das betrifft nicht nur moderne Aufstiegsanlagen, perfekte Pisten, eine hochwertige Gastronomie usw. Zum Marketingbereich gehört laut Andrea Del Frari auch Aufklärungsarbeit, wenn es um das Unwort Kunstschnee geht. „Viel treffender als der Ausdruck Kunstschnee ist der Begriff technischer Schnee. Es wird keine Chemie eingesetzt, es gibt keine anderen Zusätze, der sogenannte Kunstschnee ist ein natürliches Produkt. Er entsteht wie der Naturschnee aus der Kombination Wasser und kalte Temperaturen und fällt genauso vom Himmel.“ Wenn das Wort Kunst hierbei verwendet wird, dann in einem anderen Kontext, so Del Frari. Die Kunst dabei ist es, unter optimalen Bedingungen mit möglichst wenig Aufwand an Wasser und Energie eine optimale Beschneiung zu gewährleisten. „Wir haben in Südtirol mit TechnoAlpin den Marktführer in Sachen Schneeerzeugung. Mit Andrea Del Frari einer ausgeklügelten Software, welche Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wassertemperatur und Druck optimal aufeinander abstimmt, kann heute viel effizienter beschneit werden als noch zur Jahrtausendwende. Wie auch aus der Grafik ersichtlich, liegt der Wasserverbrauch in ganz Südtirol für die Schneeerzeugung lediglich bei drei Prozent.“ Naturschnee / technischer Fluchwort: Kunstschnee Schnee Wasser + kalte Temperaturen = Schnee fällt vom Himmel (klimatisch bedingt) fällt vom Himmel (mit techn. Hilfsmitteln) natürliches Produkt (keine Chemie, keine Zusätze kein „künstliches“ Produkt) Anteil unterschiedlicher Verbraucher an der Wassernutzung Quelle: Wassernutzungsplan Autonome Provinz Bozen

07/2017 25 Der Kreislauf der Natur Schneefall im Herbst, die Schneedecke im Winter, Schneeschmelze im Frühjahr, der Schnee wird zum Wasser und speist die Quellen. Am Kronplatz genau wie in anderen Skigebieten wird zur Schneeproduktion das Wasser aus den Wasserspeichern entnommen. Schneeproduktion im Herbst, Skipisten im Winter, Schneeschmelze (Pisten) im Frühjahr, der technische Schnee wird wieder zum Wasser. Voraussetzung dafür sind natürlich aufwendige Investitionen in Beschneiungsanlagen, bestehend aus Wasserspeicher, kilometerlangen Leitungen, Schneekanonen und elektrischer Energie. „Diese Investitionen generieren ein Vielfaches an Wertschöpfung. Laut einer Studie von Best Ski Resorts sind Schneesicherheit, Pistenangebot und Pistenpräparation ausschlaggebend für die Entscheidung, wohin in den Winterurlaub. Und bei diesen Kriterien liegt der Kronplatz sicher mit an der Spitze. Ohne Wasser kein technischer Schnee und damit keine Sicherheit im Wintertourismus, keine Investitionen in Lifte und Hotels und damit zusammenhängend Tausende Arbeitsplätze in Gastronomie, Handwerk und Handel.“ Einige Zahlen zur Schnee-Erzeugung am Kronplatz: 2.100.000 Kubikmeter Wasser wurden in Schnee umgewandelt. 4.600.000 Kubikmeter Schnee wurden daraus erzeugt. 2,50 Euro kostet der Kubikmeter Schnee. 11.500.000 Euro kostet pro Jahr die Schneeproduktion. 585 Schneekanonen sind im Einsatz. 35 Pumpstationen zur Versorgung der 700 Hydranten und Zapfstellen 119.000 Meter Wasserleitungen 4 Speicherseen, 30 unterirdische Wasserspeicher „Der Kronplatz hat sich enorm entwickelt!“ Zum Konsortium „Skirama“ gehören alle Aufstiegsanlagen rund um Südtirols Skiberg Nummer eins – Ein Gespräch mit dem Präsidenten des Konsortiums, Matthias Prugger … „Heute kann man mit großer Sicherheit sagen: Der Kronplatz hat unsere gesamte Ferienregion sowie die Wirtschaft im positiven Sinne verändert und geprägt! Unser Skiberg im Zentrum des Pustertals hat einen großen Wandel durchlebt. Von der Idee über die Entstehung des Skiberges bis hin zur heutigen Situation – das war ein Prozess über Jahrzehnte.“ > Radius: Kann man sagen – ohne Kronplatz kein (Winter-) Tourismus? Matthias Prugger: Mit dem Tourismus ist ein enormer Aufschwung zu verzeichnen, und es gibt fast keinen Bereich, der nicht direkt oder indirekt vom Tourismus profitiert. Unser Skiberg ist ein Ort des Zusammenlebens, für Gäste und Einheimische, Mensch und Tier sowie Technik und Natur, die sich im Einklang wiegen. > Radius: Der Startschuss in die Wintersaison Ende November stand dank der Wetterbedingungen unter einem besonders guten Stern? M. Prugger: Der Kronplatz ist für seine unzähligen Pistenkilometer und seine modernen Aufstiegsanlagen bekannt. Die gepflegten Pisten verdanken wir den rund 585 Schneekanonen, die bei Bedarf im Einsatz sind. Zwischen zehn und 40 Kubikmeter technischer Schnee können eine Schneekanone pro Stunde erzeugen. In unserem Interesse liegt es, den Wintertourismus auf diesem hohen Niveau zu halten und ebenso das Produkt Kronplatz auch im Sommer zu einer Marke zu machen. > Radius: Das Konsortium Skirama bemüht sich auch um den Sommertourismus … ? M. Prugger: Natürlich, die Förderung neuer Trendsportarten wie Downhill-Biken und Paragliding, geführte Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten zeigen, dass der Sommertourismus in unserer Ferienregion hohes Potenzial hat. Der Kronplatz ist facettenreich wie kaum eine andere Matthias Prugger Tourismusdestination und bietet unseren Gästen eine Vielzahl an sportlichen und kulturellen Attraktionen. Somit können wir auch mit Stolz Nächtigungen von 1,8 Millionen im Winter sowie auch im Sommer verzeichnen. Damit verbunden sind 300 Mio. Euro direkte Wertschöpfung. Die Verbindung mit anderen Ferienregionen soll weiter verbessert werden, denn der heutige Durchschnittsgast wünscht sich nach drei Tagen Aufenthalt etwas Neues, und genau dies möchten wir ihm in Zukunft bieten. > Radius: Zum wirtschaftlichen Erfolg gehört auch der sozia le Aspekt wie Arbeitsplätze und Ausbildung? Prugger: Genau so ist es! Zum wirtschaftlichen Erfolg gehören nicht nur die 5.000 Arbeitsplätze rund um den Kronplatz, sondern auch ansprechende Ausbildungsmöglichkeiten. Unsere Tourismusregion ist mittlerweile zu einer international hochkarätigen Wirtschaftskonstellation avanciert, die mit ihrer Universität in Bruneck (mit dem Schwerpunkt Tourismusmanagement – Sport und Events), Jugendliche aus Südtirol und anderen Ländern zu top Managementprofis ausbildet.

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